Leserbriefe, Medienkritik & politische Analysen seit 2025

Kategorie: Philipp Ebert (Seite 2 von 4)

Leserbrief zur NOZ vom Donnerstag, 13.11., Meinung Ebert zur Polyhochzeit in Berlin, Seite 26

Der Leserbrief widerspricht Eberts Kritik an einer Berliner Polyhochzeit und betont, dass die Kirche Menschen nicht ausgrenzen, sondern begleiten soll. Er kritisiert Eberts Spott als unsachlich und argumentiert, dass eine lebendige Kirche Wandel zulassen muss, statt sich wie ein Museum an starre Vorstellungen zu klammern.

Hallo NOZ, hallo Herr Ebert,

hier sende ich Ihnen meinen Leserbrief zur NOZ vom Donnerstag, 13.11., Meinung von Ebert zur Polyhochzeit in Berlin, Seite 26.

Herr Ebert schreibt, die evangelische Kirche verliere sich selbst, weil eine Pfarrerin vier Männer „verheiratet“ hat. Doch wer so urteilt, verliert selbst den Blick für das, worum es eigentlich geht: um Menschen, die nach Liebe, Sinn und Nähe suchen, und um eine Kirche, die versucht, sie nicht auszugrenzen.

Es ist billig, über eine Pfarrerin und ihr Handeln Spott zu gießen. Das ist keine Kritik, das ist Häme. Die evangelische Kirche hat schon immer Wandel zugelassen. Sie darf sich verändern, weil sie von Freiheit und Gewissen lebt, nicht von Angst vor dem Zeitgeist.

Eberts Text klingt, als müsse Kirche ein Museum sein, damit sie echt bleibt. Aber eine Kirche, die sich nicht bewegt, verliert nicht den „Zeitgeist“, sondern den Heiligen Geist. Und wer nur über den Sex anderer Menschen schreibt, um Relevanz zu beweisen, sollte sich fragen, ob er nicht selbst dem sucht, was er der Kirche vorwirft: Aufmerksamkeit um jeden Preis.

Mit freundlichen Grüßen 

Leserbrief zur NOZ vom Dienstag, 04.11.2025, Interview Boehme-Neßler zu Meinungsfreiheit, Seite 27

Der Leserbrief bemängelt, dass das NOZ-Interview zur Meinungsfreiheit einseitig ist. Statt nur staatliche Überreaktionen zu kritisieren, sollte auch die Rolle von Ermittlungen zum Schutz der Demokratie und die Notwendigkeit rechtstaatlicher Grenzen berücksichtigt werden.

Hallo NOZ Team, hallo Herr Ebert,

hier sende ich Ihnen meinen Leserbrief zur NOZ vom Dienstag, 04.11.2025, Interview Boehme-Neßler, Seite 27.Das Interview zur Meinungsfreiheit wirft wichtige Fragen auf, bleibt aber einseitig. Wer ausschließlich einen Experten sprechen lässt, der Behörden und Politik pauschal Überreaktionen vorwirft, verschiebt das Bild. Gerade bei Themen wie digitaler Hetze und Extremismus braucht es Differenzierung: Ermittlungen finden nicht im luftleeren Raum statt, sondern dienen oft dem Schutz unseres demokratischen Miteinanders. Kritik an staatlichem Handeln ist notwendig, aber ebenso die Einordnung, dass rechtstaatliche Grenzen und gesellschaftliche Verantwortung dazugehören. Eine ausgewogene Darstellung hätte dieser Debatte gutgetan.

Mit freundlichen Grüßen 

Leserbrief zur NOZ vom Samstag, 01.11.2025, zum Meinungsartikel von Philipp Ebert zum Thema Compass-Mitte, Seite 1

Der Leserbrief widerspricht Eberts Darstellung der CDU-Innenpolitik als Störfeuer der „Compass-Mitte“. Er betont, dass die Union nicht durch Rechtsrücken, sondern durch offene Debatten und klare Werte stark bleibt, und dass innerparteiliche Kritik wichtig für demokratische Orientierung ist.

Hallo NOZ Team, hallo Herr Ebert,

hier sende ich Ihnen meinen Leserbrief zur NOZ vom Samstag, 01.11.2025, zum Meinungsartikel auf der ersten Seite von Ihnen, Herr Ebert, zum Thema Compass-Mitte.

Philipp Ebert zeichnet die innerparteiliche Debatte in der CDU als unnötiges Störfeuer und verklärt eine vermeintlich „rechte Lücke“ als natürliche politische Heimat der Union. Das ist zu einfach.

Die CDU verliert nicht, weil sie zu wenig nach rechts rückt, sondern weil sie gesellschaftliche Veränderungen zu lange verwaltet hat, statt sie politisch zu gestalten. Eine moderne Volkspartei muss unterschiedliche Milieus ansprechen, nicht nostalgisch Grenzen nach links ziehen und den rechten Rand als Wachstumszone betrachten.

Ebert diffamiert die „Compass-Mitte“ und innerparteiliche Kritik als Illoyalität. Das Gegenteil ist richtig: Demokratische Parteien brauchen offenen Diskurs, gerade, wenn es um die Abgrenzung zu extremistischen Kräften geht.

Friedrich Merz hat eine Zusammenarbeit mit der AfD mehrfach ausgeschlossen. Gut so. Doch seine widersprüchlichen Signale auf kommunaler Ebene haben Irritationen erzeugt, und genau darum ist Wachsamkeit nötig, nicht Häme gegenüber denjenigen, die klare Linien einfordern.

Eine starke CDU entsteht nicht durch Schweigen und Lagerlogik, sondern durch klare Werte und moderne Antworten. Der Weg zur Mitte ist kein Fehler, er ist historischer Erfolgsfaktor der Union.

Mit freundlichen Grüßen

Leserbrief zur NOZ vom Dienstag, 28.10.2025, Meinung Ebert zu Elterntaxis

Der Leserbrief kritisiert Elterntaxis: Sie verursachen Staus und Gefahren, hemmen Selbstständigkeit der Kinder und sollten durch sichere Schulwege und bessere Verkehrsanbindungen ersetzt werden.

Hallo NOZ Team, sehr geehrter Herr Ebert, 

hier sende ich Ihnen meinen Leserbrief zum Thema Elterntaxi in der NOZ vom Dienstag, 28.10.2025.

Kein Plädoyer für Bequemlichkeit

Eberts Verteidigung der Elterntaxis als „pragmatische Lösung“ klingt nachvollziehbar, doch sie greift zu kurz. Die morgendlichen Staus und Gefahren vor Schulen entstehen wegen der Elterntaxis. Was als Fürsorge gemeint ist, schafft zusätzliche Risiken für alle Kinder.

Auch pädagogisch ist das tägliche Chauffieren fragwürdig: Der Schulweg ist ein Lernraum. Wer Kinder immer fährt, nimmt ihnen Selbstständigkeit und Bewegung. Dass Eltern unter Zeitdruck stehen, ist verständlich, aber kein Freibrief für Bequemlichkeit und mehr Autoverkehr.

Statt das Elterntaxi schönzureden, sollten Kommunen sichere Schulwege schaffen, Bus- und Radverbindungen verbessern und Eltern ermutigen, umzudenken.

Wirklich pragmatisch wäre: weniger Autos vor Schulen, mehr Selbstständigkeit für Kinder, und mehr Verantwortung für uns Erwachsene.

Mit freundlichen Grüßen 

Leserbrief zu Eberts Meinung „Wie uns die Empörungskultur das Reden abgewöhnt“, NOZ, 20. Oktober 2025, Seite 4

Der Leserbrief kritisiert, dass Eberts Kommentar Merz’ problematische „Stadtbild“-Aussage verharmlost und Empörung darüber als Gefahr für die Meinungsfreiheit darstellt, statt diskriminierende Sprache kritisch zu beleuchten.

Sehr geehrte Redaktion,  sehr geehrter Herr Ebert, 

hier sende ich Ihnen meinen Leserbrief zu Eberts Meinung „Wie uns die Empörungskultur das Reden abgewöhnt“ in der  NOZ, 20. Oktober 2025 auf der Seite 4.

Der Kommentar von Herrn Ebert wirkt wie eine bequeme Entlastungsstrategie für Friedrich Merz. Anstatt die inhaltlich problematische Aussage des Kanzlers, das angebliche „Problem im Stadtbild“ durch Migranten, kritisch zu beleuchten, erklärt Ebert die berechtigte Empörung darüber kurzerhand zur Gefahr für die Meinungsfreiheit.

Damit verschiebt er die Perspektive: Nicht mehr die ausgrenzende Sprache eines Spitzenpolitikers steht im Mittelpunkt, sondern angeblich überempfindliche Kritiker. Diese Umkehr ist typisch für eine Rhetorik, die Diskriminierung relativiert und Kritik daran als „Moralisierung“ abtut. Wer rassistische oder ausländerfeindliche Untertöne anspricht, gefährdet laut Ebert schon die „freie Rede“, nicht etwa derjenige, der sie benutzt.

Die ständige Klage über eine vermeintlich eingeschränkte Meinungsfreiheit von rechts oder konservativ ist inzwischen selbst zur Schablone geworden. Sie dient vor allem dazu, Verantwortung für verletzende oder spaltende Aussagen abzustreifen. Eine lebendige Debattenkultur braucht keine Rücksicht auf Vorurteile, sondern die Bereitschaft, Worte kritisch zu hinterfragen, auch, wenn sie von einem Kanzler stammen.

Mit freundlichen Grüßen 

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