Leserbriefe, Medienkritik & politische Analysen

Kategorie: Philipp Ebert (Seite 1 von 9)

Philipp Ebert ist Redakteur der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ). Diese Kategorie versammelt Leserbriefe und Analysen zu seinen Meinungsbeiträgen: vom Auto als Freiheitssymbol über Sozialleistungen und Bauernverband bis zur Verteidigung des Kulturstaatsministers Weimer. Besonderes Merkmal: direkte Antworten Eberts sind mehrfach dokumentiert.

Zersetzung als Etikett. Philipp Ebert, die Linke und ein Interview auf Seite 3

Philipp Ebert überschreibt seinen Kommentar zur Linken mit „Der Sound der Zersetzung“. Eine Seite weiter sagt Nazih Musharbash im Interview, von interessierter Seite werde versucht, die Partei zu diskreditieren.

Hallo NOZ, hallo Herr Ebert,

schon die Überschrift „Der Sound der Zersetzung“ verrät, wohin der Text will. „Zersetzung“ ist ein Wort mit Stasi-Beigeschmack und wird hier der Linkspartei übergestülpt, bevor das erste Argument fällt. Das ist Stimmungsmache und keine Analyse.Inhaltlich bleibt wenig übrig. Sie erklären selbst, dass Prozesskostenhilfe und Pflichtverteidiger nur in bestimmten Fällen greifen, und räumen ein, dass jemand, der wegen leichterer Taten angeklagt ist, darauf nicht hoffen kann. Damit liefern Sie genau die Begründung, warum es solche Solidaritätsvereine überhaupt gibt. Wer in einem Rechtsstaat Menschen mit wenig Geld bei Geldstrafen helfen will, delegitimiert diesen Rechtsstaat nicht. Ob man die Rote Hilfe wegen ihrer Einstufung durch den Verfassungsschutz kritisch sieht, ist eine andere Frage. Das darf man tun. Es rechtfertigt aber nicht den Satz, jede hetzerische Bemerkung lasse Demokratie „zentimeterweise“ sterben, wenn gar keine Hetze zitiert wird.

Auffällig ist auch der Ton. Pellmanns und Migendas Äußerungen werden als „Geraune“ und als „lässiger revolutionärer Sound“ abgetan, statt sie ernsthaft zu prüfen. Dass Urteile „im Namen des Volkes“ ergehen, macht sie nicht unangreifbar. Kritik an staatlichem Handeln gehört zur Demokratie, gerade bei Strafverfolgung und Polizeigewalt.

Besonders bemerkenswert ist, was eine Seite weiter in derselben Ausgabe steht. Thomas Ludwig befragt dort Nazih Musharbash, der sagt, von interessierter Seite werde versucht, die Linke zu diskreditieren.

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Dabei geht es zwar um den Antisemitismusvorwurf und nicht um die Rote Hilfe. Das Muster aber ist dasselbe. Ein Text lädt eine Partei moralisch auf und lässt sie danach schlecht aussehen. Dass Ihr Beitrag genau dieses Muster liefert und der Interviewpartner es im Nachbartext benennt, gibt der NOZ-Ausgabe eine unfreiwillige Ironie.

Meinungsbeiträge dürfen scharf sein. Sie sollten aber erkennbar machen, wo Kritik endet und Abwertung beginnt. Dieser Text überschreitet die Grenze schon in der Überschrift.

Mit freundlichen Grüßen

Wenn die Frage die Antwort schon mitbringt. Philipp Ebert im Gespräch mit Hans-Jürgen Papier

Ein Interview zu AfD-Verbot und Linkspartei, in dem eine Einbürgerungsfrage nach der Berlin-Wahl mehr über den Fragesteller verrät als über den Befragten.

Die NOZ druckt am 29.09.2026 auf Seite 3 ein Interview von Philipp Ebert mit dem früheren Verfassungsgerichtspräsidenten Hans-Jürgen Papier. Der Anlass ist der 75. Geburtstag des Bundesverfassungsgerichts, der Vorspann verspricht ein Gespräch über „harte Fakten“. Wer weiterliest, merkt schnell, dass ein Teil der Fragen ziemlich soft gebaut ist.

Schon der Einstieg setzt einen Rahmen. Die Landtagswahlen hätten „das politische System in Deutschland erschüttert“, dazu kommt der Hinweis auf Hendrik Wüst und das Verbotsverfahren. Papier bekommt also eine Krise serviert, bevor er etwas sagen kann. Er bleibt allerdings ruhig und erklärt, warum ein Parteiverbot juristisch hohe Hürden hat.

Der eigentliche Punkt kommt etwas später. Ebert fragt, wörtlich, „Nach der Berliner Wahl fragt sich jetzt mancher sorgenvoll, ob dort zu schnell Islamisten und Israel-Hasser eingebürgert wurden.“ Drei Dinge fallen mir daran auf.

Wer ist „mancher“? Eine Sorge wird eingeführt, ohne dass jemand sie hat. Papier soll sich zu etwas verhalten, das im Text nirgends belegt wird.

Außerdem wird das Wahlergebnis mit Einbürgerungen verknüpft, und zwar über eine Gruppe, die im selben Satz pauschal als Islamisten und Israel-Hasser etikettiert wird. Ein Beleg für einen solchen Zusammenhang fehlt. Die Frage legt ihn trotzdem nahe.

Und schließlich steht dieses Vokabular ohne Anführungszeichen und ohne Einordnung im Raum. In einem Interview, das laut Vorspann über „harte Fakten“ geführt wurde, ist das die wackeligste Stelle. Eine ehrlichere Frage hätte gelautet, ob es Erkenntnisse zum Wahlverhalten Eingebürgerter gibt und ob das Grundgesetz für die Staatsbürgerschaft Grenzen setzt.

Fair bleibt die Bilanz nur, wenn man Papier mitliest. Er sagt klar, dass er bei der Linken keinen Grund sieht, von Verfassungsfeindlichkeit auszugehen. Er stellt richtig, dass sich Einbürgerungen nicht einfach rückgängig machen lassen. Die Antworten holen also einiges von dem zurück, was die Fragen anlegen. Er sagt aber auch, die Staatsbürgerschaft solle eher am Ende der Integration stehen, und nennt das Schweigen des Grundgesetzes eine Lücke. Das ist seine Position, und die darf er vertreten. Sie steht nur unter einer Frage, die ihr den Boden bereitet hat.

Am Ende kann man die Frage stellen, ob das Format „Interview“ hier für eine Rahmung genutzt wurde, die als Kommentar so nicht durchgegangen wäre. Offen bleibt zumindest folgendes: Wer macht sich die Sorge um Einbügerung, und woher stammt sie? Gibt es Daten, die den Zusammenhang zwischen Einbürgerung und Berliner Wahlergebnis stützen? Und wäre die Frage ohne die Begriffe „Islamisten und Israel-Hasser“ nicht genauso beantwortbar gewesen?

Über die Linke, nicht mit ihr. Interview, Agenturtext und Meinung in einer NOZ-Ausgabe.

Die NOZ vom 24.09.2026 widmet der Berliner Linken ein Interview, einen dpa/AFP-Text und eine Meinungsspalte. Die Linke selbst kommt darin kaum zu Wort.

Einen Tag nach den Beiträgen vom 23. September setzt die NOZ nach, ein großes Interview auf Seite 3, direkt daneben ein dpa/AFP-Text zur Regierungsbildung, auf Seite 7 eine Meinungsspalte. Alle drei drehen sich um die Berliner Linke nach ihrem Wahlsieg. Wie immer geht es nicht um Motive, sondern um das, was sich im Text nachweisen lässt.

Das Interview: Ein Kritiker, keine Nachfrage

Michael Clasen befragt Volker Beck, Grünen-Politiker und Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Der Vorspann spricht von hohen Wellen „in der jüdischen Gemeinschaft“. Befragt wird aber der Präsident einer Freundschaftsgesellschaft, kein Vertreter der jüdischen Gemeinden. Die Überschrift „Terrorfreunde im Kader“ ist als Beck-Zitat markiert. Gewählt wurde seine schärfste Formulierung gegen die Linke.Die Fragen setzen den Rahmen mit. Clasen will wissen, wie Beck damit klarkomme, dass die Grünen „ernsthaft darüber nachdenken“, der Linken „zur Macht zu verhelfen“. Die Prämisse steckt in der Frage. Auf Becks Kernbehauptung, in der Partei säßen Terroristenfreunde, folgt keine Nachfrage, worauf sie sich stützt. Fairerweise: Beck äußert sich auch deutlich zur AfD in Sachsen-Anhalt und warnt seine eigene Partei. Das Gewicht liegt dennoch klar auf der Linken.

Der Agenturtext: Vier Stimmen von außen

Der dpa/AFP-Text ist Agenturmaterial, aber die Redaktion entscheidet über Abdruck und Platzierung, hier direkt unter dem Interview. Zu Wort kommen die SPD-Spitze, die Grünen-Politikerin Mihalic, CDU-Innenpolitiker Throm und Zentralratspräsident Schuster. Von der Linken steht nur, dass Ferat Koçak seine Parlamentsfunktionen nach Angaben der Fraktionsspitze ruhen lässt. Spitzenkandidatin Eralp erscheint als Bildunterschrift. Die Unterzeile nimmt vorweg, die Koalition „dürfte schwierig werden“.

Dabei gab es Äußerungen der Linken: Laut ZDF distanzierten sich Eralp und Bundeschefin Schwerdtner mehrfach, Koçak nannte den Chatkontakt einen Fehler und bat um Entschuldigung. Die NOZ-Fassung sagt nur, er habe Kontakte eingeräumt.

Die Meinungsspalte: Eine Überschrift, die der Text nicht einlöst

Philipp Ebert überschreibt seinen Text mit „Warum der Plan selbst Linke schocken wird“. Im Text kommt niemand von der Linken vor, der geschockt wäre. Das „Schocken“ ist eine Prognose des Autors, ohne Beleg. Auch „Israelhass und Antisemitismus toleriert“ steht als Tatsache im Raum.

Ebert nennt den Volksentscheid von 2021, aber nicht sein Ergebnis: 59,1 Prozent der gültigen Stimmen, 57,6 Prozent aller Teilnehmenden, 42,3 Prozent der Stimmberechtigten. Er schreibt ihn der Linken zu, die Bürger hätten „angetrieben von der Linken“ abgestimmt. Trägerin des Volksbegehrens war aber eine Bürgerinitiative. Die Kostenzahl kommt ohne Spanne aus. Der Senat schätzte 2021 die Entschädigung auf 28,8 bis 36 Milliarden Euro, die Initiative auf 7,3 bis 13,7 Milliarden. Ihre aktuelle Schätzung liegt bei 8 bis 18 Milliarden, berechnet aber, was sich aus Mieten refinanzieren ließe, nicht die rechtlich nötige Entschädigung. Ebert nennt „mehr als 30 Milliarden“, also die obere amtliche Zahl. Dass neun Mitglieder der Expertenkommission eine Entschädigung unter Verkehrswert für zulässig hielten, fehlt. Auch der Bericht von 2023, der eine verfassungsgemäße Vergesellschaftung mehrheitlich für möglich hält, kommt nicht vor. „Es passierte nichts“ trifft so nicht: Die Kommission wurde 2022 eingesetzt, es fehlt das Gesetz. Sein Einwand, Enteignungsdrohungen könnten Investoren abschrecken, ist legitim. Er wird aber als Gewissheit präsentiert.

Wer spricht worüber?

Über die Linke wird in dieser Ausgabe viel gesprochen, mit ihr kaum. Das Interview befragt einen Kritiker, der Agenturtext zitiert vier Stimmen von außen, die Meinungsspalte ist die Sicht eines Autors. Die Distanzierungen und Koçaks Entschuldigung kommen nicht vor.

Bei der AfD kennt man es anders. Bspw. im Porträt des Landratskandidaten Jörg Dilge bekam der Kandidat Raum für seine Industriebiografie, und die Verfassungsschutz-Einstufung wurde in drei Artikeln zur „extremistischen Partei“ abgeschwächt. Bei der AfD steht die eigene Erzählung im Vordergrund, bei der Linken die der Kritiker.Das gilt für diese Ausgabe, nicht für jeden Tag. Am 21.09. porträtierte die NOZ Eralp, am 23.09. kam Wolter zu Wort, und im Fall Dilge ordnete die Redaktion Zitate von Weidel und Höcke ein. Auch vergleiche ich ein Porträt mit Vorwurfs-Berichterstattung. Ein Fall mit Vorwurf gegen die AfD und ihrer Stellungnahme wäre der genauere Vergleich.

Das Muster

Am 23.09. fehlte der Kontext. Am 24.09. ist er teils da, aber abgewertet oder ohne die Betroffenen. Das Interview lässt eine Behauptung ungeprüft, der Agenturtext lässt die Angegriffenen schweigen, die Meinungsspalte macht aus einem Volksentscheid ein Parteimanöver. Einzeln lässt sich jedes Stück verteidigen. Zusammen, an einem Tag und auf zwei Seiten, ergibt sich ein Rahmen, der sich aus den Texten selbst belegen lässt.

AfD: Wenn Minderheitenschutz zur Fußnote wird

Warum Michael Dreyers Trennung von Demokratie und Liberalismus im NOZ-Interview von Philipp Ebert die AfD entlastet, und wieso die Frage nach den Betroffenen einer möglichen AfD-Regierung unbeantwortet bleibt.

Hallo NOZ, hallo Herr Ebert,

Ihr Interview mit dem Historiker Michael Dreyer erscheint drei Tage nach dem AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt, garniert mit einem grossformatigen Foto von Ulrich Siegmund. Schon diese Konstellation verdient eine genauere Betrachtung, doch der eigentliche Kern der Kritik liegt im Text selbst.

Besonders problematisch ist Dreyers Antwort auf die Frage, ob die AfD eine antidemokratische Partei sei. Er verneint dies und begründet seine Einschätzung mit einer Trennung zwischen Demokratie und Liberalismus. Die AfD wolle das Mehrheitsprinzip gegen den Minderheitenschutz ausspielen, ihre Defizite lägen jedoch im Bereich des Liberalismus, nicht im Bereich der Demokratie. Diese Trennung mag politikwissenschaftlich diskutabel sein, in der Wirkung verharmlost sie jedoch das eigentliche Problem. Eine Partei, die Rechtsstaatlichkeit und Minderheitenschutz aushöhlen will, bedroht die Substanz demokratischer Ordnung, ganz gleich, welchem theoretischen Fach man diese Bedrohung zuordnet. Wer Minderheitenschutz zur bloßen Zusatzkategorie erklärt, verschiebt den Maßstab dafür, was als demokratiegefährdend gilt.

Noch auffälliger wird diese Leerstelle bei der Antwort auf die Frage nach der besten Lösung für Sachsen-Anhalt. Dreyer beantwortet sie rein strategisch, indem er auf den Wählerauftrag verweist und persönlich prognostiziert, die AfD werde „den Wagen vor die Wand fahren“. Die Menschen, die unter einer AfD-Regierung konkret leiden würden, kommen in dieser Betrachtung nicht vor. Dabei benennt Dreyer selbst an anderer Stelle im Interview Queerfeindlichkeit als eines der Probleme der Partei. Wer eine mögliche AfD-Regierung vor allem als politisches Experiment behandelt, dessen Ausgang man abwarten könne, blendet aus, dass es bei diesem Experiment um reale Grundrechte und reale Menschen geht.

An dieser Stelle wäre eine journalistische Nachfrage angebracht gewesen. Weder wird gefragt, wen eine AfD-Regierung konkret träfe, noch wird die Trennung von Demokratie und Liberalismus kritisch hinterfragt. Das Interview lässt beide Leerstellen unkommentiert stehen.

Mit freundlichen Grüßen

„Nachtreten“ nennt er es: Wie Philipp Ebert die NOZ zur Verteidigungslinie von Kanzler Merz macht

Statt sich mit der GKV-Kritik einer Kinderärztin auseinanderzusetzen, diskreditiert die NOZ die Kritikerin und wirft sich schützend vor Merz in den Staub.

Am 29.08.2026 kommentiert Philipp Ebert auf der Politik-Seite der NOZ den Schlagabtausch zwischen Kinderärztin Bea Merscher und Bundeskanzler Merz in der RTL-Sendung „Am Tisch mit Friedrich Merz“. Der Text ist als Meinungskommentar gekennzeichnet, das macht die Einseitigkeit formal legitim, aber die Machart bleibt bemerkenswert.

Delegitimierung statt Auseinandersetzung

Ebert nennt Merscher eine „Medizin-Influencerin – und derzeit offenbar nicht praktizierende Ärztin“. Diese Formulierung tut zweierlei, sie stellt ihre fachliche Autorität infrage, ohne das zu belegen oder zu differenzieren, und sie rahmt ihren Auftritt vorab als Content-Marketing statt als fachliche Intervention. Der RTL-Bericht zur selben Sendung nennt sie schlicht „Kinderärztin und alleinerziehende Mutter von zwei Kindern“, ohne diese Zuschreibung.

Verstärkt wird das durch den Verweis auf ihre 301.000 Instagram-Follower (bei RTL sachlich erwähnt) und (bei Ebert neu hinzugefügt) die Spekulation, sie habe den Eklat „bewusst kalkuliert“, um PR-Effekte „für ihren Kanal“ und „vielleicht auch für einen Videokurs, den sie für 279 Euro verkauft“ zu erzielen. Das ist eine Motivunterstellung ohne jeden Beleg, und diese Behauptung tut genau das, was Ebert Merscher vorwirft, sie überzeichnet.

Die inhaltliche Leerstelle

Worüber der Kommentar praktisch nicht spricht: den eigentlichen Streitgegenstand, das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz mit seinen Zuzahlungserhöhungen und Einschnitten für Versicherte. Merschers Kernaussage („Der Laden brennt lichterloh“) wird nicht sachlich eingeordnet, sondern nur über den Ton verurteilt. Auch dass Merscher im RTL-Wortlaut auf Merz Zurückweisung erwidert, seine Gesundheitspolitik „geht auch zu weit“ und Politiker seien es gewohnt, „mit Samthandschuhen angefasst zu werden“ (also selbst eine sachliche Replik lieferte) findet bei Ebert keinen Platz. Der Kommentar endet mit Merz Zitat, nicht mit ihrem Gegenzitat.

Die Pointe: Zivilisierungsappell mit doppeltem Boden

Eberts Schlussargument, eine „aufgeheizte Debattenkultur“ brauche „Abrüstung“, ist an sich diskutierbar. Nur wird der Maßstab hier einseitig angelegt. An eine Bürgerin, die den Kanzler im direkten Gespräch (nicht anonym, nicht online) konfrontiert, nicht aber an die harte sprachliche Selbstverteidigung des Kanzlers („Das weise ich mit Entschiedenheit zurück“), die im Kommentar unkommentiert bleibt.

So wird von Philipp Ebert eine Bürgerkritik am Regierungshandeln über die Diskreditierung der Person neutralisiert, während die Regierungsposition unwidersprochen bleibt.

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