Ewert geißelt Schwarzfahrer als Regelbrecher, und beklagt nebenbei seinen eigenen Blitzervorfall in Hamburg. Ein Kommentar, der mehr über den Autor verrät als über das Thema.
Hallo NOZ, hallo Herr Ewert,
Ihr Kommentar zum straffreien Schwarzfahren ist ein Lehrstück in rhetorischer Ablenkung. Sie behandeln ein ernsthafte rechtspolitische Debatte als Anlass für Satire, und verraten dabei mehr über sich selbst als über das Thema.
Zur Sache; es geht bei der Debatte nicht darum, Armen das Schwarzfahren zu erlauben. Es geht darum, dass die Ersatzfreiheitsstrafe für eine unbezahlte Geldbuße von wenigen Euro eine völlig unverhältnismäßige Konsequenz ist, und dass die Verfahren den Steuerzahler laut Deutschem Anwaltverein rund 200 Millionen Euro im Jahr kosten. Das ist kein Luxusproblem der Metropolen, sondern eine Frage der Verhältnismäßigkeit im Strafrecht.
Bundesjustizministerin Hubig und der Deutsche Anwaltverein machen keinen Vorschlag zur Belohnung von Regelverstoß, sondern zur effizienten Verwendung staatlicher Ressourcen.Ihre Reductio ad absurdum (Ladendiebstahl, Schwarzarbeit, Steuerbetrug) ist ein klassisches Ablenkungsmanöver. Sie ignorieren den spezifischen Kern des Arguments und ersetzen ihn durch eine Reihe an Szenarien, die niemand vorgeschlagen hat. Das ist rhetorisch geschickt, aber intellektuell unredlich.
Besonders bezeichnend ist eine Passage, die fast nebenbei eingeworfen wird. Sie erwähnen, dass Sie selbst in Hamburg geblitzt wurden, und schlagen im gleichen Atemzug vor, Tempoverstöße unter 100 Euro zu bagatellisieren. Der Mann, der anderen vorwirft, Regeln nicht ernst zu nehmen, jammert offen darüber, dass er selbst zu schnell gefahren ist und dafür zahlen soll. Das ist kein Argument. Das ist eine Interessenbekundung.
Meinungsjournalismus darf pointiert sein. Er sollte aber erkennbar machen, wo Überzeugung endet und Verdruss beginnt.
Ewert lamentiert über linke Entmenschlichungsrhetorik, zwei Seiten weiter: Anklage gegen einen Rechtsextremen mit Todeslisten und Sprengsatz-Anleitungen gegen Politiker. Gleiche Ausgabe, gleiche Zeitung, völlig andere Gewichtung. Ein Muster, das man kennt.
Hallo NOZ, hallo Herr Ewert,
der Kommentar „Kein Mitleid mit Jan Fleischhauer“ trägt auf den ersten Blick das Gewand der Ausgewogenheit. Entmenschlichende Sprache sei immer falsch, gleich von welcher Seite, so lautet die Botschaft. Wer genauer liest, erkennt jedoch, worauf der Text eigentlich zielt. Auf Grönemeyers „Ratten“-Begriff, auf die inflationäre Verwendung von „Nazi“, auf linke Rhetorik. Fleischhauers tatsächliche Nutzung einer verbotenen NS-Parole ist da schnell abgehakt.
Zwei Seiten weiter, auf Seite 4 derselben Ausgabe, findet sich eine dpa-Meldung. Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen einen Mann erhoben, der im Darknet zu Anschlägen auf Politiker aufrief, Todeslisten mit über zwanzig Namen veröffentlichte, darunter Olaf Scholz und Angela Merkel, und Anleitungen zum Bau von Sprengsätzen bereitstellte. Dass die Ermittler den Mann dem rechtsextremen Reichsbürger-Milieu zurechnen, erfährt man im letzten Satz.
Man muss diesen Kontrast festhalten, Grönemeyers Wortwahl erhält einen ausführlichen Kommentar mit Yad-Vashem-Zitat und grundsätzlichen Überlegungen zur Entmenschlichung. Realer rechtsextremer Terror gegen Politiker landet klein und hinten, die Täterideologie als Nachsatz einer Agenturmeldung.
Das ist keine Frage des Formats. Es ist eine Frage der redaktionellen Gewichtung. Welche Bedrohung bekommt Raum, welche wird verwaltet? Ewerts Kommentar suggeriert eine symmetrische Gefahr von links und rechts. Die eigene Zeitung widerlegt diese Symmetrie auf der nächsten Seite, ohne es zu merken.
Entmenschlichende Sprache ist tatsächlich immer problematisch. Aber wer darüber schreibt, während zwei Seiten weiter ein Mann angeklagt wird, der reale Todeslisten und Sprengstoffanleitungen ins Darknet stellte, sollte die Verhältnismäßigkeit im Blick behalten. Die ist hier nicht gewahrt.
Was ein aufmerksamer Leser beobachtet, was eine Ausgabe vom 24. März verrät, und was beides über den Zustand einer Regionalzeitung sagt.
Ein Leser dieses Blogs hat mir kürzlich eine längere Zuschrift geschickt. Er ist kein Medienwissenschaftler, aber ein präziser Beobachter und langjähriger Zeitungsleser, in mehreren Regionen Deutschlands beheimatet, mit Abonnements bei verschiedenen Verlagen und einem Gespür dafür, was sich verändert. Er möchte anonym bleiben. Seine Beobachtungen darf ich verwenden.
Was er beschreibt, ist keine Polemik. Es ist eine nüchterne Bestandsaufnahme, und sie trifft ins Zentrum dessen, was mit der Neuen Osnabrücker Zeitung nicht stimmt.
Was ein externer Beobachter sieht
Der Leser hat die NOZ eine Zeit lang abonniert, sie dann gekündigt. Nicht aus Empörung, sondern aus Enttäuschung. Seine Begründung, die Lokalberichterstattung, für die eine Regionalzeitung eigentlich steht, war zu dünn. Themen fehlten. Die überregionalen Kommentarseiten dominierten. Und was überregional erschien, folgte erkennbar einer Handschrift, die polarisiert statt einordnet.
Er zieht Vergleiche, und die sind aufschlussreich. Bei der Suche nach einem niedersächsischen Regionalthema auf den Seiten einer anderen Verlagszeitung aus dem NOZ-Netzwerk; null Treffer. Dieselbe Suche bei der Hannoverschen Allgemeinen, 71 Treffer, viele davon von Journalisten, die früher für die NOZ geschrieben haben und jetzt für Madsack arbeiten.
Das ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis einer strategischen Weichenstellung.
Madsack verfolgt mit seiner „RND One“-Strategie einen anderen Ansatz. Lokale Themen prominent, überregionaler Mantel über das Redaktionsnetzwerk, Wirtschaftsberichterstattung aus der Region als Alleinstellungsmerkmal. Als Nina Kallmeier, früher NOZ, am 2. Dezember bei Madsack anfing, war ihr erster Artikel Aufmacher auf der Titelseite von HAZ und Schaumburger Nachrichten. Monate später, als die NOZ ihr Titelblatt mit einem Großfoto von Elon Musk füllte, brachte die HAZ Kallmeiers Recherche über mögliche Rüstungskomponenten im VW-Werk Osnabrück, ein lokales Wirtschaftsthema mit nationaler Relevanz.
Der Leser fasst das wie folgt zusammen. Die NOZ könne sich in der Nachbarschaft kaum noch ausbreiten, die NWZ in Oldenburg ging an Madsack, das Kartellamt hätte bei einem NOZ-Kauf wohl Bedenken gehabt. Also richte sich der Blick nach außen; überregionale Reichweite über Clickbait und emotionale Themen, Leser aus dem Rest der Republik, die man über digitale Kanäle anzieht. Der Chefredakteur war fasziniert vom überregionalen Zuspruch seines Newsletters in der Coronazeit, und hat daraus eine Strategie gemacht.
Das Modell hat einen Preis. Wer auf Reichweite durch Reizthemen setzt, produziert andere Inhalte als jemand, der die kommunalpolitische Debatte in Bramsche oder die Nahversorgungssituation in Georgsmarienhütte aufarbeitet. Beides gleichzeitig – ernsthaft lokal und gleichzeitig überregional virulent – geht kaum.
Der 24. März 2026, ein Symptom wird sichtbar
All das bleibt oft abstrakt. Manchmal aber verdichtet sich ein strukturelles Problem in einem einzigen konkreten Moment.
Am 24. März 2026 erscheint auf Seite 2 der NOZ eine Kolumne von Chefredakteurin Louisa Riepe. Sie reagiert darin auf eine Rede von Altbundespräsident Joachim Gauck, der mehr „konstruktive“ Berichterstattung gefordert hatte. Riepes Kritik daran ist im Kern berechtigt. Journalismus, der beginnt, „gezielt zu stabilisieren“, gibt seine Beobachterrolle auf. Sie schreibt, Medien sollten stattdessen „vollständiger, widersprüchlicher, ehrlicher“ sein, und ihren Leserinnen und Lesern mehr zutrauen.
Der Text handelt von Marko M., einem geduldeten bosnischen Flüchtling mit acht Kindern, der Sozialleistungen in dieser Gesamthöhe bezieht. Die Zahl steht im Titel. Im ersten Absatz werden Vorstrafen erwähnt, sachlich irrelevant für die eigentliche Frage, wie Sozialleistungen berechnet werden, aber emotional wirksam. Was der Artikel erst am Ende preisgibt; fast die Hälfte der Summe fließt direkt als Unterkunftskosten zurück an die Stadtkasse. Pro Person verbleiben rund 430 Euro im Monat, unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle. In Köln gibt es laut Sozialamt genau sieben vergleichbare Fälle.
Warum erscheint ein Kölner Einzelfall über sieben Familien in einer Osnabrücker Regionalzeitung? Die Antwort ist nicht lokal. Sie ist emotional. Der Artikel funktioniert nicht als Einordnung, sondern als Reizstoff.
Das Aufschlussreichste an dieser Geschichte aber ist folgendes. Die ursprünglich geplante Überschrift lautete „7250 Euro vom Sozialamt: Warum das gar nicht so viel ist“. Sie wurde nachweislich nachträglich geändert. Für mehr Klicks.
Das ist kein handwerklicher Fehler. Es ist eine bewusste redaktionelle Entscheidung. Für Aufmerksamkeitsökonomie und gegen die Einordnung, die Riepe auf denselben Seiten einfordert.
Das Pressefreiheits-Argument und seine Grenzen
Es gibt noch eine dritte Ebene, die den Befund abrundet.
Riepe verlinkt in ihrer Kolumne auf einen Kommentar von Burkhard Ewert und Martin Schulte aus dem Januar 2026. Damals hatte Ministerpräsident Daniel Günther bei Markus Lanz scharfe Kritik an Medien wie Nius geäußert und war (problematisch genug) ins Feld der Verbotsrhetorik gerutscht. Ewert und Schulte rahmten das sofort als Angriff auf die Pressefreiheit, inklusive China-Vergleich.
Die Kritik an Günthers Aussagen war teilweise berechtigt. Aber der Kommentar tat mehr, als Pressefreiheit zu verteidigen: Er nutzte den Schutzwall des Grundgesetzes, um jede Form politischer Medienkritik zu delegitimieren. Gleichzeitig beklagte Ewert, dass Ministerien und Behörden zunehmend direkt mit Bürgerinnen und Bürgern kommunizieren. Das sei bedenklich, für die Demokratie. Tatsächlich beschreibt diese Klage etwas Schlichteres, den Verlust an Deutungshoheit. Der Gatekeeper verliert seine Funktion, und das tut weh.
Dass Riepe auf genau diesen Kommentar als positives Beispiel verweist, zeigt das dies nicht nur persönliche Haltung Ewerts ist, sondern redaktionelle Linie. Pressefreiheit wird dann laut verteidigt, wenn Kritik an der eigenen Institution laut wird. Journalistische Grundsätze werden dann zitiert, wenn sie als Schutzschild taugen.
Was daraus folgt
Der Leser, der mir geschrieben hat, formuliert die zentrale Frage präzise. Wenn man nur auf den überregionalen Kommentaren herumreitet, läuft das ins Leere. Die entscheidende Frage ist, was der Lokalteil wirklich leistet, für jene, die wissen wollen, was in ihrer Stadt passiert, und für die es kaum brauchbare Alternativen gibt.
Das ist der eigentliche Kern. Nicht Ewerts Weltsicht, nicht Riepes Gauck-Kritik, nicht der Becker-Artikel über Marko M., obwohl all das Symptome des Problems sind. Der Kern ist, dass eine Monopolzeitung, die ihre lokale Funktion nicht mehr ernst nimmt und stattdessen über Klicklogik und Reizthemen nationale Reichweite sucht, etwas beschädigt, das schwer ersetzbar ist. Stadtratssitzungen online zu verfolgen kann nicht jeder. Zweistündige Bürgerradio-Aufzeichnungen nachzuhören auch nicht. Der NDR liefert regional zu wenig. Die Hasepost ist, wie der Leser trocken anmerkt, in mancher Hinsicht noch problematischer als die NOZ.
Das Monopol erzeugt eine Abhängigkeit, und die NOZ nutzt sie nicht, um lokale Qualität zu liefern, sondern um eine überregionale Klickstrategie zu finanzieren. Wer das kritisiert, bekommt Pressefreiheits-Rhetorik zurück.
Die Frage, die bleibt lautet, wie lange noch?
Die anonymisierte Zuschrift, auf der Teile dieses Artikels basieren, wurde mit Einverständnis des Verfassers verwendet. Weitere Dokumentationen der in diesem Artikel erwähnten NOZ-Artikel und Leserbriefe finden sich auf hier auf dem NOZblog.
Ewert beklagt eine „Hierarchie der Tränen“, und schreibt Russlands Krieg in die Vergangenheitsform, während 1000 Drohnen auf die Ukraine fallen. Selektive Moral ist keine Aufklärung.
Hallo NOZ, hallo Herr Ewert,
der Kommentar „Hierarchie der Tränen“ benennt etwas Richtiges. Der Westen praktiziert ungleiches Mitgefühl, und die Brown-University-Studie zu den Todesopfern westlicher Nachkriegseinsätze verdient Aufmerksamkeit. Soweit trägt der Text.
Doch er endet genau dort, wo Analyse beginnen müsste. Ewert erklärt westliche Kriege pauschal für Wahnsinn, der „keine Unterstützung verdient gehabt hätte“, ohne zu fragen, was ohne sie gewesen wäre, und ohne die Gegenseite auch nur zu benennen. Das iranische Regime, seine Unterdrückung der eigenen Bevölkerung, seine Terrorfinanzierung, seine jahrzehntelange Bedrohung der Nachbarstaaten, all das kommt im Text nicht vor. Die Opfer des Regimes sind ebenso unsichtbar wie die, um die Ewert zu Recht trauert.
Das ist keine antiimperialistische Analyse, sondern selektive Moral. Wer westliche Doppelmoral kritisiert, während er die Verbrechen des Gegenübers ausblendet, betreibt keine Aufklärung, sondern eine andere Form der Hierarchisierung, nur mit umgekehrten Vorzeichen.
Besonders auffällig ist der Umgang mit der Ukraine. Der Krieg wird am Anfang kurz erwähnt, dann nie wieder aufgegriffen. Der Satz, westliche Kriege hätten keine Unterstützung verdient gehabt, steht unverbunden daneben. Die Frage, ob dieser Schluss auch dort gilt, bleibt bewusst offen. Das ist keine Differenzierung, sondern Suggestion durch Auslassung.
Besonders der Einstieg verdient Aufmerksamkeit. Ewert schreibt, Russland „war“ der Angreifer, im Präteritum, als handele es sich um historisch Abgeschlossenes. Einen Tag, bevor sein Kommentar erscheint, meldet die Ukraine die bislang größte russische Drohnenangriffsserie des gesamten Krieges. Fast 1000 Drohnen in 24 Stunden, gezielte Angriffe auf zivile Infrastruktur. Russland ist nicht „gewesen“. Es greift heute an. Wer das grammatisch in die Vergangenheit verschiebt, betreibt keine historische Einordnung, sondern Relativierung durch Syntax.
Meinungsjournalismus darf anklagen. Er sollte dann aber alle Akteure beim Namen nennen, nicht nur die, deren Schuld ins gewünschte Narrativ passt.
NOZ-Forum ‚360°‘: Wenn gesittete Debatten unliebsame Kommentare einfach blockieren, und warum meine Antwort an Burkhard Ewert zu Grönemeyers „rechten Ratten“ technisch unterdrückt wurde.
Als ich mich mit einem Kommentar an der Debatte beteiligte (eine inhaltliche, sachliche Erwiderung auf Ewerts Kritik an Grönemeyers politischer Haltung), erhielt ich nach seiner Replik plötzlich die Meldung: „Kommentar kann aus technischen Gründen nicht abgeschickt werden.“ Während andere Teilnehmer:innen mehrfach posten konnten, blieb meine Stimme unsichtbar. Keine Begründung, keine Korrekturmöglichkeit, einfach ein „Fehler“, der meine Antwort verschluckte.
Das Problem daran, Ihr Format wirbt mit „reflektiertem Diskurs“ und „besten Argumenten“. Doch wenn technische Hürden gezielt kritische Stimmen ausschließen, entsteht der Eindruck, dass hier nicht die Leser:innen debattieren, sondern die Redaktion entscheidet, welche Perspektiven gehört werden. Das ist kein „sportlicher Meinungsaustausch“, sondern eine strukturelle Verzerrung, und die ist weit weniger „gesittet“ als eine klare Haltung wie Grönemeyers „rechte Ratten“.
Ihre Community-Richtlinien betonen, dass „ausschließlich auf Sinnhaftigkeit und Etikette“ geprüft wird. Doch wenn ein Kommentar, der weder unhöflich noch sinnfrei war, einfach nicht ankommt, stellt sich die Frage: Wer wird hier eigentlich zensiert, und warum?
Ich würde mich über eine Erklärung freuen, wie es zu diesem technischen Fehler kam, und ob meine Antwort an Burkhard Ewert vielleicht doch noch nachgereicht werden kann. Schließlich geht es in einer echten Debatte nicht um Wer hat recht?“, sondern um „Wer darf überhaupt antworten?“
Mit freundlichen Grüßen
Update 19.03.2026, die NOZ schickt eine Antwort:
Hallo Herr Reichl,
Ihre Antwort an Herrn Ewert ist angekommen. Die hatten Sie am Dienstag ja auch noch per Mail an uns verschickt.
Zum technischen Fehler:
Wir können nicht nachvollziehen, wo genau das technische Problem lag. Wir können nur so viel sagen: Ihr zweiter Kommentar (also Ihre Antwort auf den Kommentar von Herrn Ewert) ist nie bei uns im System angekommen.
Ihrem Vorwurf, dass „technische Hürden gezielt kritische Stimmen ausschließen“ möchten wir daher entschieden widersprechen. Dem ist nicht so!
Im Nachgang des Debattenformats haben wir keinerlei weitere Rückmeldungen zu etwaigen „technischen Problemen“ erhalten.
Wir würden uns freuen, wenn Sie bei der nächsten Debatte wieder dabei sind.
VG vom Community-Team
Und meine Antwort darauf:
Hallo Community-Team,
vielen Dank für Ihre Antwort. Dass mein Kommentar nie im System angekommen ist, bestätigt leider genau das Problem. Wenn kritische Stimmen „verschwinden“, ohne dass es bei Ihnen eine Fehlermeldung oder eine Benachrichtigung gibt, wirkt das nicht wie ein technischer Fehler, sondern wie ein Feature.
Dass „keinerlei weitere Rückmeldungen“ zu technischen Problemen eingingen, nun ja. Wer blockiert wird, weiß vielleicht gar nicht, dass er blockiert wurde, oder gibt irgendwann auf.
Dass Sie meinen Vorwurf der „gezielten Ausschließung“ zurückweisen, ist verständlich. Doch wenn ein System kritische Antworten (wie meine) nicht ankommen lässt, während unkritische Beiträge problemlos durchgehen, stellt sich die Frage, wer eigentlich prüft, ob das System fair funktioniert?
Ihr Angebot, bei der nächsten Debatte wieder dabei zu sein, nehme ich zur Kenntnis. Vielleicht dann mit transparenten Regeln…
Wie kann sichergestellt werden, dass Kommentare nicht einfach verschwinden?Warum gibt es keine Benachrichtigung, wenn ein Beitrag nicht ankommt? Wer überprüft, ob das System alle Stimmen gleich behandelt?
Eine „gesittete Debatte“ lebt davon, dass alle gehört werden, nicht nur die, deren Kommentare ankommen. Ich bleibe gespannt, ob die nächste Runde diese Standards erfüllt.