Leserbriefe, Medienkritik & politische Analysen seit 2025

Kategorie: Rena Lehmann (Seite 3 von 6)

Leserbrief zur NOZ vom Samstag, 18.10.2025, Meinung Rena Lehmann – Warnung vor einer CDU, die sich durch Annäherung an die AfD zerreißen könnte, Seite 2

Der Leserbrief kritisiert, dass Lehmann die Spaltung der CDU durch Merz’ Übernahme von AfD-Rhetorik übersieht und die eigentliche Gefahr in der Führungsspitze sieht.

Hallo NOZ Team,  hallo Frau Lehmann,

hier sende ich Ihnen meinen kurzen Leserbrief zur NOZ vom Samstag, 18.10.2025, Meinung Rena Lehmann, Seite 2.

Lehmann warnt vor einer CDU, die sich durch Annäherung an die AfD zerreißen könnte. Doch übersieht sie, dass Friedrich Merz mit seinen eigenen Aussagen längst selbst zur Spaltung beiträgt. Wer vom veränderten Stadtbild spricht und AfD-Themen sprachlich übernimmt, rückt die Brandmauer nicht ein Stück nach rechts, er reißt sie ein. Die Gefahr für die CDU kommt nicht von außen, sondern aus der Rhetorik ihrer Führung.

Mit freundlichen Grüßen

Leserbrief zu: Bürgergeld kommt weg – und das ist gut so! (Rena Lehmann, NOZ, 10.10.2025)

Der Leserbrief kritisiert Lehmanns Kommentar zur Abschaffung des Bürgergelds als einseitig und sozial unsensibel, betont wachsende Ungleichheit und warnt vor einer Debatte, die Armut moralisiert statt strukturelle Probleme zu benennen

Sehr geehrtes NOZ Team,  sehr geehrte Frau Lehmann, 

hier sende ich Ihnen meinen Leserbrief zu: Bürgergeld kommt weg – und das ist gut so! (Rena Lehmann, NOZ, 10.10.2025).

Der Kommentar von Rena Lehmann auf der Titelseite zur Abschaffung des Bürgergelds zeigt deutlich, wie einseitig inzwischen über Sozialpolitik berichtet wird. Während direkt daneben ein Bericht über den enormen Reichtumszuwachs der Milliardäre in der EU steht, fordert Lehmann mit moralischem Unterton mehr Strenge gegenüber Menschen am unteren Ende der Gesellschaft. Diese Gleichzeitigkeit ist bezeichnend.

Lehmann behauptet, das Bürgergeld habe „Neiddebatten“ befeuert und die SPD von der arbeitenden Bevölkerung entfremdet. Doch belegt wird das nicht. Die meisten Bürgergeldbeziehenden sind keine „Leistungsverweigerer“, sondern Kinder, Alleinerziehende oder Menschen in schlecht bezahlten Jobs, die trotz Arbeit nicht über die Runden kommen. Von einer „Rückkehr zum ursprünglichen Sinn“ zu sprechen, heißt, soziale Not wieder stärker zu sanktionieren, das ist kein Fortschritt, sondern Rückschritt.

Wer „Vermittlungsvorrang“ und Leistungskürzungen bis zur kompletten Streichung als „gesellschaftlichen Frieden“ verkauft, verkennt, was wirklich spaltet: die wachsende soziale Ungleichheit. Wenn die reichsten 3600 Menschen in der EU so viel besitzen wie 181 Millionen der ärmsten Bürgerinnen und Bürger, dann ist das kein moralisches, sondern ein strukturelles Problem.

Lehmanns Kommentar verschiebt den Blick von dieser Ungerechtigkeit weg hin zu vermeintlich „unwilligen“ Armen. Das mag ins politische Konzept der Union passen, aber es trägt nicht zu einer ehrlichen Debatte über Gerechtigkeit, Respekt und Teilhabe bei. Ein Sozialstaat, der Menschen bestraft, statt sie zu befähigen, verliert seine Glaubwürdigkeit.

Mit freundlichen Grüßen 

Leserbrief zur NOZ vom Samstag, 27.09.2025, Berliner Geflüster auf Seite 4

Leserbrief kritisiert Rena Lehmanns Skepsis zu Familienpolitik, betont die Bedeutung sichtbarer Kinder im Bundestag für Vereinbarkeit und moderne Politik.

Sehr geehrte Redaktion, sehr geehrte Frau Lehmann,

hier sende ich Ihnen meinen Leserbrief zur NOZ vom Samstag, 27.09.2025, Berliner Geflüster auf Seite 4.

Rena Lehmann reduziert die Szene auf die Unberechenbarkeit von Babys und warnt davor, Perfektion zu überhöhen. Damit wird jedoch das Wesentliche verkannt: Es ging nicht darum, ein perfektes Bild zu inszenieren, sondern darum, ein starkes Zeichen zu setzen, dass Familie und Politik zusammengehören dürfen.

Natürlich sind Kinder nicht planbar, und genau deshalb braucht es Offenheit und Strukturen, die Vereinbarkeit ermöglichen. Der Bundestag ist ein Abbild der Gesellschaft. Wenn dort Kinder sichtbar sind, macht das deutlich, dass Politik nicht nur von abgekapselten Berufspolitikern gemacht wird, sondern auch von Menschen, die Familie leben.

Lehmanns Skepsis lenkt von diesem Fortschritt ab. Sie fragt, wie tolerant man wohl reagiert hätte, wenn das Baby geschrien hätte. Aber gerade das wäre der eigentliche Lackmustest: Können wir akzeptieren, dass das Leben, mit all seinen Unwägbarkeiten, Teil demokratischer Institutionen ist?

Anstatt ein solches Symbol kleinzureden, sollten wir es ernst nehmen: Die Szene zeigt, wie Vereinbarkeit praktisch aussehen kann. Das ist kein Anlass für Spott oder ironische Relativierung, sondern ein Schritt in Richtung moderner Politik.

Mit freundlichen Grüßen

Leserbrief zur NOZ vom Freitag, 26.09.2025, Porträt Katharina Reiche, Seite 6

Leserbrief kritisiert NOZ-Porträt von Katharina Reiche: Nähe zu Energiekonzernen RWE und E.ON wird verschwiegen, kritischer Journalismus gefordert.

Sehr geehrte Redaktion, sehr geehrte Frau Lehmann,

hier sende ich Ihnen meinen Leserbrief zur NOZ vom Freitag, 26.09.2025, Porträt Katharina Reiche, Seite 6.

Im Porträt von Rena Lehmann wird Katherina Reiche als Macherin gefeiert. Aktuelle Recherchen von table.media zeichnen jedoch ein anderes Bild: Der Zehn-Punkte-Plan ihres Ministeriums weist teils wortgleiche Passagen mit Papieren von RWE und E.ON auf, Konzernen, für die Reiche früher tätig war. Auch zentrale Forderungen der Energiewirtschaft fanden fast unverändert Eingang.

Ein solches Näheverhältnis wirft Fragen nach Unabhängigkeit und Interessenvertretung auf. Wer Reiche lobt, ohne diese Vorwürfe zu thematisieren, bietet ein unvollständiges Bild. Gerade hier braucht es kritischen Journalismus statt PR.

Mit freundlichen Grüßen

Leserbrief zur NOZ vom Freitag, 19.09.2025, Meinung Lehmann Großbaustelle Deutschland, Seite 1

Leserbrief zur NOZ: Investitionen in Straßen lösen nicht die Infrastrukturkrise. Der Fokus sollte auf Brückensanierung und dem Ausbau der Schiene liegen, um Staus zu verringern und die Wirtschaft zu stärken.

Sehr geehrte Redaktion, sehr geehrte Frau Lehmann,

hier mein Leserbrief zur NOZ vom Freitag, 19.09.2025, Meinung Lehmann Thema Großbaustelle auf der Seite 1.Im Kommentar „Deutschland muss Großbaustelle werden“ kritisiert Rena Lehmann zu Recht den massiven Investitionsstau. Doch ihre Argumentation bleibt stark straßenlastig. Zwar erwähnt sie am Rande auch die Schiene, doch das Bild vom „Asphaltieren“ und die Kritik am Stopp neuer Fernstraßen zeigen deutlich, worauf sie hinauswill.

Dabei liegt der eigentliche Schlüssel für eine zukunftsfähige Infrastruktur nicht im Neubau weiterer Straßen, sondern in der Sanierung maroder Brücken und Netze sowie im Ausbau der Schiene. Gerade jetzt, wo das Deutschlandticket  auf 63 Euro steigen soll, wäre ein klares politisches Signal für die Bahn umso wichtiger. Statt höhere Kosten für Pendlerinnen und Pendler hinzunehmen, braucht es massive Investitionen in ein attraktives, bezahlbares Schienennetz, von dem alle etwas haben.

Mehr Asphalt löst weder den Stau noch die Klimakrise, im Gegenteil, er schafft zusätzlichen Verkehr. Eine starke Bahn hingegen entlastet Straßen, senkt Emissionen und stärkt die Wirtschaft gleichermaßen. Deshalb sollte das Geld gezielt in Erhalt und Schiene fließen. Das wäre das Signal, das Deutschland wirklich nach vorne bringt.

Mit freundlichen Grüßen 

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