AfD in Rastatt. Warum die NOZ die rechtsextreme Partei verharmlost.

Hallo NOZ, hallo Herr Grupe,

Ihr Artikel über Rastatt als „AfD-Hochburg“ ist ein trauriges Beispiel dafür, wie Medien unfreiwillig zur Normalisierung einer rechtsextremen Partei beitragen. Statt die AfD als das zu benennen, was sie ist, nämlich eine vom Verfassungsschutz als „gesichert extremistisch“ eingestufte Organisation, wird sie als bloßer „Protestkanal“ für frustrierte Bürger:innen dargestellt.

Das ist gefährlich. Kein Wort zur Verfassungsschutz-Einstufung der AfD, weder bundesweit noch in Baden-Württemberg. Keine klare Benennung ihrer rassistischen Kernforderungen wie „Remigration“ oder Angriffe auf die Demokratie. Keine Einordnung, dass die AfD gezielt Desinformation streut, obwohl die Polizei Rastatt als so sicher wie seit Jahren nicht beschreibt.

Stattdessen wird die Kneipe „Goldener Hirsch“ mit völkischen Sprüchen wie „Deutsches Schutzgebiet“ als „authentischer Ort“ beschrieben, ohne zu erklären, dass solche Symbole rechtsextreme Codes sind.

Besonders problematisch ist, dass der AfD-Landtagskandidat Philipp Helber als „sachlicher Politiker“ porträtiert wird, der sich um „was die Menschen wirklich interessiert“ kümmert. Dass die AfD keine Lösungen hat (außer Hetze gegen Migrant:innen und Klimapolitik), bleibt unerwähnt. Stattdessen wird ihre gezielte Täuschung als „bürgerlicher Protest“ verklärt.

Journalismus darf Extremismus nicht schönreden. Die AfD ist keine „Alternative“, sondern eine Gefahr für die Demokratie. Wenn die NOZ sie als „Stimme des Volkes“ darstellt, ohne ihre rassistische, verfassungsfeindliche Ideologie zu benennen, dann ist das keine Neutralität, das ist Komplizenschaft.

Mit kritischen Grüßen