Leserbriefe, Medienkritik & politische Analysen seit 2025

Kategorie: Zeitgeschehen (Seite 1 von 21)

ANK – Aktion NOZ-kritisch: Einladung zum zweiten Treffen

Die Initiative ANK – Aktion NOZ-kritisch lädt alle Interessierten zu ihrem zweiten öffentlichen Treffen ein. Im Fokus steht die kritische Begleitung der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) mit dem Ziel, faktenbasierten Journalismus und eine faire Abbildung gesellschaftlicher Realitäten zu fördern.

Hintergrund

Die Initiative äußert sich besorgt über aktuelle Entwicklungen in der Berichterstattung der NOZ. Dazu zählen unter anderem das Schweigen des Herausgebers zu Vorwürfen des Rechtspopulismus sowie Kommentare, die eine „fragwürdige Begeisterung für Autokraten“ erkennen lassen.

Programm der Veranstaltung

Datum & Uhrzeit: Dienstag, 24. Februar 2026, 19:00 Uhr

Ort: Lagerhalle (Spitzboden), Osnabrück

Ablauf

Öffentlicher Teil: Resümee, Stellungnahmen und Erfahrungsberichte (mit Pressebeteiligung)

Interner Teil: Planung künftiger Projekte und Aktionen (ohne Presse)

Zielgruppe

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich für Medienkritik interessieren oder sich aktiv einbringen möchten.

Weitere Informationen und Updates gibt es auf dem Bluesky/Mastodon-Account der Initiative:🔗 [@Aktion_NOZ_kritisch](https://osna.social/@Aktion_NOZ_kritisch)

Quelle: Pressemitteilung der ANK – Aktion NOZ-kritisch vom 26.01.2026

Leserbrief zu „Plötzlich AfD-Landratskandidat Jörg Dilge: Wenn in der AfD jemand ausländerfeindlich wäre, …“ von Jean-Charles Fays, NOZ vom 17.02.2026, Seite 28

Nur ein Unternehmer? Wie die NOZ den AfD-Landratskandidaten schönredet und damit der Partei hilft.

Hallo NOZ, hallo Herr Fays,

der aktuelle Artikel der NOZ über Jörg Dilge, den AfD-Landratskandidaten im Landkreis Osnabrück, ist ein Paradebeispiel dafür, wie Medien ungewollt(?) zur Normalisierung einer rechtsextremen Partei beitragen. Statt die AfD als das zu benennen, was sie ist, nämlich eine vom Verfassungsschutz als gesichert extremistisch eingestufte Organisation, wird Dilge als „sympathischer Unternehmer“ und „politischer Quereinsteiger“ präsentiert. Doch diese Inszenierung ist kein Zufall, sondern gezielte AfD-Strategie.

Dilge, der erst seit wenigen Monaten in der Partei ist, wird als „Beobachter“ und „Mann von außen“ dargestellt, dabei ist er ein klassisches Beispiel für die Taktik der AfD. Sie stellt bewusst Kandidaten ohne klassische Parteikarriere auf, um sich als „bürgernah“ und „unideologisch“ zu verkaufen. Dass Dilge die Verurteilung Björn Höckes als „ungerechtfertigt“ bezeichnet und das Verfassungsschutzgutachten als „aufgebauscht“ abtut, zeigt klar, dass er nicht außerhalb steht, sondern mittendrin in der AfD.

Stattdessen wird Dilges Karmann-Jacke als „Symbol seiner Industriebiografie“ romantisiert, während seine Partei bundesweit mit Rassismus, Hetze gegen Migrant:innen und Angriffen auf die Demokratie auffällt. Besonders fahrlässig ist diese Verharmlosung angesichts aktueller Enthüllungen zurb Vetternwirtschaft der Partei auf Kosten der Steuerzahlenden. Doch davon steht nichts im Artikel. Stattdessen wird Dilge als „pragmatischer Macher“ dargestellt , als wäre die AfD eine Partei wie jede andere.

Dabei ist sie das nicht. Die AfD hetzt gegen Minderheiten, diffamiert Medien als „“Lügenpresse“ und träumt laut Verfassungsschutz von einer „Gewaltherrschaft“. Wenn ein Medium wie die NOZ solche Kandidaten unkritisch porträtiert, hilft es der AfD, sich als „seriös“ darzustellen.

Das ist kein neutraler Journalismus, das ist ein Dienst an einer Partei, die unsere Demokratie bedroht.

Mit freundlichen Grüßen

UPDATE – Der Autor des NOZ-Artikels hat auf meinen Leserbrief geantwortet:

Sehr geehrter Herr Reichl,

vielen Dank für Ihren Leserbrief und die kritischen Hinweise.

Das Porträt über Jörg Dilge ist Teil einer Reihe, in der wir alle Bewerber für die Landratswahl im Landkreis Osnabrück vorstellen – mit Biografie, politischen Positionen und Einordnung. Ziel ist nicht, eine Kandidatur „sympathisch“ zu inszenieren, sondern Lesern eine Grundlage zu geben, sich ein eigenes Bild zu machen.

Gerade der von Ihnen angesprochene Punkt war uns bei dem Porträt wichtig: Die Darstellung von Jörg Dilge erfolgte nicht losgelöst vom politischen Kontext seiner Partei, sondern ausdrücklich im Kontrast zu Positionen führender AfD-Vertreter.

Im Artikel habe ich deutlich gemacht, dass Dilges Selbstdarstellung als Unternehmer und Quereinsteiger nicht isoliert betrachtet werden kann. Sie steht im Spannungsfeld einer Partei, deren Spitzenpersonal immer wieder durch radikale und fremdenfeindliche Aussagen auffällt – und die im Gutachten des Bundesamtes für Verfassungsschutz entsprechend dokumentiert sind.

So habe ich darauf hingewiesen, dass AfD-Bundessprecherin Alice Weidel Migration wiederholt als zivilisatorische Bedrohung darstellt und in Interviews von kulturell bedingter Gewalt spricht. Auch die von Ihnen zitierte Aussage zur Einbürgerung von Syrern, Türken und Irakern sowie ihre Zuschreibung von Gruppenvergewaltigungen zu „muslimischen Kulturen“ ist Teil dieser öffentlichen Debatte und unterstreicht die ideologische Ausrichtung maßgeblicher Parteivertreter.

Ebenso habe ich die Aussagen des Thüringer AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke eingeordnet, der von einer „kulturellen Kernschmelze“ sprach, Migranten nach ihrer „Qualität“ bewertet und wegen der Verwendung der verbotenen SA-Parole „Alles für Deutschland“ rechtskräftig verurteilt wurde. Diese Fakten gehören zur politischen Realität der AfD und werden von mir nicht relativiert.

Gerade durch diesen Kontrast wird deutlich: Ein Porträt eines einzelnen Kandidaten bedeutet keine Normalisierung seiner Partei. Im Gegenteil – es zeigt, in welchem politischen Umfeld er sich bewegt und welche Positionen er verteidigt oder relativiert. Wenn Herr Dilge die Verurteilung Höckes als „ungerechtfertigt“ bezeichnet oder das Verfassungsschutzgutachten als „aufgebauscht“ abtut, dokumentieren wir das bewusst, damit Leser selbst einordnen können, wo er politisch steht.

Unsere Aufgabe ist es, Fakten offenzulegen, Hintergründe einzuordnen und Entwicklungen nachvollziehbar zu machen – nicht sie zu beschönigen. Genau diesem Anspruch folgt das Porträt.

Viele Grüße aus der Redaktion!

Jean-Charles Fays

Hier meine Replik darauf:

Hallo Herr Fays,

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.

Ich erkenne an, dass Sie im Artikel durchaus kritische Punkte, wie die Aussagen von Alice Weidel oder Björn Höcke, einordnen. Doch genau hier liegt das Problem. Indem Sie Dilge als „pragmatischen Unternehmer“ und „Quereinsteiger“ porträtieren, während Sie die radikalen Positionen seiner Partei nur als „Kontrast“ darstellen, schaffen Sie ungewollt den Eindruck, die AfD sei eine „normale“ Partei mit einigen Ausreißern. Das ist sie nicht. Die AfD ist keine Partei wie jede andere, und Dilge ist kein Zufallskandidat.

Sie schreiben, das Porträt solle Lesenden helfen, sich „ein eigenes Bild“ zu machen. Doch wenn ein Kandidat, der die Verurteilung Höckes als „ungerechtfertigt“ bezeichnet und das Verfassungsschutz-Gutachten als „aufgebauscht“ abtut, unironisch als „nachdenklich, aber nicht distanziert“ beschrieben wird, dann ist das keine neutrale Darstellung, sondern eine Verharmlosung. Die AfD ist vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft. Jeder Kandidat dieser Partei steht in diesem Kontext und verdient keine „sympathisierende“ Porträtierung, die den Eindruck erweckt, er sei „eigentlich ganz anders“.

„Kontrast“ reicht nicht aus, die AfD braucht klare Einordnung, keine Relativierung.
Ja, Sie zitieren Weidel und Höcke. Aber indem Sie Dilge als „Mann von außen“ inszenieren, der sich „nur“ nicht von der Partei distanziert, normalisieren Sie die AfD als „akzeptable Option“. Das ist gefährlich. Studien zeigen, dass genau solche vermeintlich neutralen Porträts rechtsextreme Parteien salonfähig machen, weil sie den Eindruck erwecken, es handle sich um eine „ganz normale“ politische Kraft mit „unterschiedlichen Flügeln“. Doch die AfD hat keine gemäßigten und radikalen Flügel, sie ist eine durch und durch extremistische Partei mit systematischer Hetze gegen Minderheiten, Medien und die Demokratie.

Medien haben eine Verantwortung, nämlich Extremismus zu benennen, nicht zu relativieren. Sie schreiben, Ihre Aufgabe sei es, „Fakten offenzulegen“. Doch Fakten allein reichen nicht, sie müssen eingeordnet und bewertet werden. Wenn ein Kandidat einer rechtsextremen Partei als „pragmatisch“ dargestellt wird, ohne dass jeder Absatz seines Porträts im Lichte der AfD-Ideologie gedeutet wird, dann ist das kein Service an die Lesenden, sondern ein Service an die AfD.

Mit freundlichen Grüßen

…weiter geht es:

Sehr geehrter Herr Reichl,

vielen Dank für Ihre erneute Rückmeldung.Ich teile Ihre Einschätzung, dass die AfD klar eingeordnet werden muss. Genau das habe ich getan: Die Einstufung durch den Verfassungsschutz, die Aussagen von Weidel und Höcke sowie Dilges fehlende Distanzierung davon sind ausdrücklich benannt worden.

Ein Porträt bedeutet jedoch nicht Zustimmung, sondern vollständige Darstellung – Biografie, Auftreten, Positionen und politischer Kontext. Differenzierte Berichterstattung ist keine Normalisierung, sondern Voraussetzung dafür, dass Leserinnen und Leser sich fundiert ein Urteil bilden können.

Ich danke Ihnen für die engagierte Auseinandersetzung mit meiner Berichterstattung und nehme Ihre Rückmeldung sehr ernst.

Viele GrüßeJean-Charles Fays

Hallo Herr Fays,

danke für Ihre erneute Rückmeldung, auf die ich gerne noch einmal ebenso engagiert antworten möchte.

Heute hat der Verfassungsschutz die AfD Niedersachsen als gesichert rechtsextremistisch eingestuft, wegen „Remigrations“-Plänen, rassistischer Ideologie und der Gefahr von Angriffen auf den Rechtsstaat. Ihr Porträt über Jörg Dilge, am selben Tag veröffentlicht, wirkt da ehrlich gesagt wie ein Fremdkörper.

Während die Behörde die Partei als Bedrohung für die Demokratie brandmarkt, beschreibt die NOZ ihren Kandidaten als „pragmatischen Unternehmer“ und relativiert damit genau das, was der Verfassungsschutz jetzt amtlich feststellt.

Das ist kein „differenziertes Porträt“, sondern ein Widerspruch. Wenn Sie Dilges Aussagen zum Verfassungsschutz zwar zitieren, ihn aber trotzdem als „nachdenklich, aber nicht distanziert“ darstellen, helfen Sie der AfD, ihr wahres Gesicht zu verbergen, ausgerechnet an dem Tag, an dem es offiziell aufgedeckt wird.

Journalismus sollte Extremismus benennen, nicht verwässern.

Mit freundlichen Grüßen

Weniger Widerspruch, mehr Kontrolle. Warum die NOZ ihre Kommentarspalten schließt.

Kommentarspalten weg, kuratierte Debatte her. Die NOZ zieht sich aus offener Auseinandersetzung zurück und ersetzt Öffentlichkeit durch Kontrolle.

Die Entscheidung der Neue Osnabrücker Zeitung, ihre Kommentarspalten zu schließen, ist ein Rückzug aus öffentlicher Auseinandersetzung. Und der Versuch, Debatte zu kontrollieren, statt sie auszuhalten.

Kommentarspalten waren unbequem, genau deshalb waren sie relevant. Sie machten sichtbar, wo Leser widersprechen, wo Argumente nicht tragen, wo Meinungsstücke auf Widerstand stoßen. Diese Öffentlichkeit war kein Störfaktor, sondern ein Korrektiv. Mit ihrem Wegfall verschwindet nicht der Tonfall, sondern der Widerspruch selbst aus dem sichtbaren Raum.

Das angekündigte Debattenformat ersetzt offene Diskussion nicht, es kanalisiert sie. Thema, Zeitpunkt, Teilnehmer und Zusammenfassung liegen vollständig in redaktioneller Hand. Kritik wird eingeladen, nicht zugelassen. Sie darf stattfinden, aber nur dort, wo sie passt, und so, wie sie moderiert wird.

Der Verweis auf Qualität wirkt dabei vorgeschoben. Qualität entsteht nicht durch Auswahl, sondern durch Reibung. Wer Meinungsjournalismus betreibt, muss Gegenmeinungen aushalten, öffentlich, unmittelbar und ohne kuratorische Filter.

Was die NOZ hier aufgibt, ist nicht ein technisches Feature, sondern ein Stück demokratischer Öffentlichkeit. Übrig bleibt ein Dialog nach Bedingungen der Redaktion. Das ist bequemer. Aber es ist kein Fortschritt.

Leserbrief zu „Die Mär von der rechtsextremen Mitte“ von Detlef Pollack, NOZ vom 24.01.2026, Seite 2

Soziologische Entwarnung mit blinden Flecken – Mein Widerspruch zu Detlef Pollacks „Mär von der rechtsextremen Mitte“.

Hallo NOZ, hallo Herr Pollack,

Detlef Pollacks (Ihre) Kolumne in der NOZ vom 24.01.2026 gibt sich als soziologisch nüchterne Korrektur eines hysterischen Diskurses. Tatsächlich demonstriert sie vor allem, wie man mit wissenschaftlicher Autorität eine politisch folgenreiche Verkürzung legitimiert.

Pollack erklärt die Diagnose einer nach rechts driftenden Mitte zur „Mär“, indem er sich auf den geringen Anteil „geschlossener rechtsextremer Weltbilder“ (3–4 Prozent) beruft. Als Soziologe weiß er jedoch genau, dass die empirische Extremismusforschung nicht nur geschlossene Weltbilder, sondern auch autoritäre, menschenfeindliche und demokratieambivalente Einstellungselemente misst. Und diese reichen seit Jahren deutlich in die gesellschaftliche Mitte hinein. Dass Pollack diese Differenzierung unterschlägt, ist kein Versehen, sondern eine argumentative Entscheidung.

Noch problematischer ist seine diskursive Strategie. Anstatt sich mit den inhaltlichen Befunden auseinanderzusetzen, pathologisiert er die Warnungen vor rechten Verschiebungen als moralische Selbstaufwertung der „Deutungseliten“. Damit ersetzt er Analyse durch Psychologisierung. Ein bemerkenswerter Schritt für jemanden, der vorgibt, den Diskurs zu versachlichen. Wer vor Rassismus, Antisemitismus und Autoritarismus warnt, betreibt keine „Ungleichwertigkeitsideologie“, sondern verteidigt demokratische Normen. Diese Gleichsetzung ist nicht nur analytisch falsch, sie relativiert Kritik, indem sie sie moralisch delegitimiert.

Besonders irritierend ist, dass Pollack nahezu vollständig ausblendet, was jenseits von Einstellungsitems längst Realität ist, so wie die Normalisierung rechter Sprache, das Wahlverhalten, die institutionelle Präsenz autoritärer Akteure, die Zunahme politisch motivierter Gewalt. Gesellschaftliche Verschiebungen lassen sich nicht wegsoziologisieren, indem man sich auf die engste verfügbare Messkategorie zurückzieht.

Am Ende produziert die Kolumne genau das, was sie anderen vorwirft, nämlich eine Selbstinszenierung als Stimme der Vernunft, diesmal jedoch mit entdramatisierender Wirkung. Auch Entwarnung ist politisch. Wer sie mit wissenschaftlichem Gestus vorträgt, sollte sorgfältiger trennen zwischen empirischer Präzision und publizistischer Zuspitzung.

Mit freundlichen Grüßen

Leserbrief zu „Zensur-Debatte nach Auftritt bei Markus Lanz“ von Maximilian Schwoch, NOZ vom 15.01.2026, Seite 5

Pressefreiheit oder Empörungsroutine? Kurzer Leserbrief zur Günther-Debatte, DJV-Reaktion und dem fragwürdigen Zensur-Framing.

Hallo NOZ,

die aktuelle „Zensur-Debatte“ rund um Daniel Günther wirkt zunehmend wie eine künstlich aufgeheizte Empörungswelle. Politische Kritik an bestimmten Medien wird reflexhaft als Angriff auf die Pressefreiheit gewertet, obwohl genau diese Kritik selbst von der Meinungsfreiheit gedeckt ist.

Der Deutsche Journalisten-Verband zeigt sich „schockiert“, vergisst dabei aber eine einfache Wahrheit. Pressefreiheit schützt Medien vor staatlichen Verboten, nicht vor öffentlicher oder politischer Bewertung. Wer das vermischt, senkt bewusst die Schwelle zur Skandalisierung.

Bemerkenswert ist auch das schnelle Zurückrudern Günthers, und ebenso bemerkenswert, wie dankbar diese Klarstellung aufgenommen wird. Offenbar reicht inzwischen ein Facebook-Post, um aus einer angeblichen Grundgesetzkrise wieder normale Politik zu machen. Das wirft die Frage auf, wie belastbar die vorherige Empörung eigentlich war.

Auffällig bleibt zudem die einseitige Perspektive. Medien und Verbände treten geschlossen als Opfer auf, ohne sich selbstkritisch zu fragen, warum Vertrauen verloren geht. Zuspitzung, moralische Überhöhung und politische Schlagseite sind reale Probleme, darüber schweigt man lieber.

Wenn selbst scharfe Medienkritik sofort als „Zensur“ etikettiert wird, ist nicht die Pressefreiheit in Gefahr, sondern die offene Debatte. Demokratie hält Kritik aus, auch an Journalisten.

Mit freundlichen Grüßen

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