Leserbrief kritisiert NOZ-Kommentar: Preiserhöhung des Deutschlandtickets bricht Regierungsgarantie und belastet Geringverdiener, während fossile Subventionen unangetastet bleiben.
Sehr geehrte Redaktion, sehr geehrter Herr Ebert,
hier erhalten Sie meinen Leserbrief zur NOZ vom Samstag, 20.09.2025, Meinung Ebert zum Deutschland Ticket.
Philipp Ebert begrüßt die Preiserhöhung des Deutschlandtickets. Doch dabei geht unter: Die Bundesregierung hatte zugesagt, den Ticketpreis bis 2029 stabil zu halten. Dieses Versprechen wird nun gebrochen, ausgerechnet zulasten derjenigen, für die das Ticket gedacht war: Menschen mit geringem Einkommen und Familien. Für sie sind 63 Euro im Monat spürbar, während Besserverdienende weiter von klimaschädlichen Subventionen wie Dienstwagenprivileg, Dieselrabatt oder Kerosinsteuerbefreiung profitieren.
Statt fossile Privilegien zu finanzieren, könnte man das Deutschlandticket sozial staffeln und bezahlbar halten. Wer den ÖPNV wirklich stärken will, muss nicht Bürgerinnen und Bürger belasten, sondern endlich die richtigen Prioritäten setzen.
Mit freundlichen Grüßen
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