Leserbriefe, Medienkritik & politische Analysen

Kategorie: Burkhard Ewert (Seite 11 von 11)

Burkhard Ewert ist seit Jahren Chefredakteur der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ). Diese Kategorie dokumentiert und analysiert seine Kommentare und Meinungsbeiträge: von der Berichterstattung über Linksextremismus bis zur Pressefreiheitsdebatte, von Grönemeyer bis Yad Vashem. Die Serie „Ewerts Maßstäbe“ macht wiederkehrende Argumentationsmuster sichtbar.

Leserbrief zur NOZ vom Freitag, 14.03.2025, Seite 3, Einblicke, Ewert und Wiesendanger

Hallo NOZ Team,

auf diesem Wege möchte ich Ihnen meinen Leserbrief zur NOZ vom Freitag, 14.03.2025, Seite 3, Einblicke, Ewert und Wiesendanger

Leserbrief: Wissenschaft über Meinung

Die beiden Artikel von Burkhard Ewert und Roland Wiesendanger setzen sich mit dem Ursprung der Corona-Pandemie auseinander und zeichnen dabei ein Bild, das die Laborthese als bestätigt erscheinen lässt. Doch so sehr diese Sichtweise für manche attraktiv sein mag, eines bleibt klar: Wissenschaftliche Erkenntnis beruht auf Beweisen, nicht auf Überzeugungen oder politischen Erklärungen.

Wissenschaft ist ein dynamischer Prozess. Sie entwickelt sich weiter, wenn neue Erkenntnisse gewonnen werden. Der Ursprung von SARS-CoV-2 ist nach wie vor nicht abschließend geklärt. Während einige Hinweise für einen Laborunfall sprechen, gibt es ebenso starke Argumente für einen natürlichen Ursprung. Solange keine eindeutigen Beweise vorliegen, bleibt es unseriös, eine These zur unumstößlichen Wahrheit zu erklären.

Besorgniserregend ist die Art und Weise, wie in beiden Artikeln mit Wissenschaftlern umgegangen wird, die in der Vergangenheit eine andere Einschätzung vertreten haben. Meinungsvielfalt ist in der Forschung essenziell, doch Diffamierung einzelner Wissenschaftler oder ganzer Institutionen trägt nichts zur Aufklärung bei. Es ist auch irreführend, den Diskurs über den Ursprung des Virus mit pauschaler Kritik an Maßnahmen wie Impfungen oder Maskenpflicht zu vermengen, deren Wirksamkeit in zahlreichen Studien nachgewiesen wurde.

Wissenschaft ist keine Meinungssache. Sie verlangt nach objektiver Prüfung von Hypothesen, nach methodischer Strenge und nach der Bereitschaft, Erkenntnisse zu akzeptieren, selbst wenn sie nicht ins eigene Weltbild passen. Wer sich wirklich für Aufklärung und Transparenz einsetzt, sollte den wissenschaftlichen Prozess respektieren – und nicht voreilig vermeintliche Wahrheiten verkünden.

Leserbrief zur NOZ vom Donnerstag, 13.03.2025, Seite 2, Rest der Republik Er, Sie, Es

Hallo NOZ Team,

auf diesem Wege möchte ich Ihnen meinen Leserbrief zur NOZ vom Donnerstag, 13.03.2025, Seite 2, Rest der Republik Er, Sie, Es, zukommen lassen.

Leserbrief zum Artikel „Er, sie, es“ von Burkhard Ewert, Seite 2, NOZ vom Donnerstag, 13.03.2025

Mit Interesse habe ich den Artikel von Burkhard Ewert zur Entwicklung der Gendersprache gelesen. Es ist richtig, dass das Gendern immer weniger im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte steht und viele Unternehmen sowie Medien davon abrücken. Doch eines sollte dabei nicht vergessen werden: Es gibt in Deutschland keinen gesetzlichen Zwang zum Gendern – ebenso wenig, wie es eine Pflicht gibt, darauf zu verzichten.

Sprache verändert sich über die Zeit, und jeder kann für sich entscheiden, ob er gendergerechte Formulierungen nutzt oder nicht. Während einige Institutionen und Hochschulen genderneutrale Sprache empfehlen, gibt es keine allgemeine Vorschrift, die Bürger oder Unternehmen dazu verpflichtet. Umgekehrt hat Bayern als einziges Bundesland ein Gesetz erlassen, das das Gendern in Behörden und Schulen ausdrücklich verbietet – was faktisch eher einem Zwang zum Nicht-Gendern gleichkommt.

Letztlich sollte Sprache vor allem verständlich bleiben und die Menschen sich nicht durch politische Vorgaben bevormundet fühlen – weder in die eine noch in die andere Richtung. Eine freie Gesellschaft lebt davon, dass Sprache sich aus dem Gebrauch der Menschen heraus entwickelt, nicht aus verordneten Regeln.

Mit freundlichen Grüßen

Leserbrief zur NOZ vom Donnerstag, 08.03.2025, Seite 2, Rest der Republik von Burkhard Ewert

Hallo NOZ Team,

hier mein Leserbrief zur NOZ vom Donnerstag, 08.03.2025, Seite 2, Rest der Republik von Burkhard Ewert.

Leserbrief: Wissenschaft statt gefühlter Wahrheiten

In Ihrem Artikel wird – bewusst oder unbewusst – eine Denkweise kultiviert, die gefährlich für eine aufgeklärte Gesellschaft ist: die Vorstellung, dass Wissenschaftler, die in Talkshows auftreten, nur „linientreue“ Deutungen vertreten und dass es vermeintlich „andere Wahrheiten“ gibt, die zu wenig Gehör finden.

Gerade in Krisenzeiten – sei es in der Migrationsdebatte, der Klimaforschung, der Pandemie oder geopolitischen Fragen – dürfen wir uns nicht von Emotionen, Meinungen oder gefühlten Wahrheiten leiten lassen. Wissenschaftliche Erkenntnisse sind nicht beliebig. Sie entstehen durch Forschung, Prüfung, Diskussion und Widerlegung. Natürlich gibt es auch innerhalb der Wissenschaft unterschiedliche Sichtweisen, aber diese müssen sich in der Fachwelt bewähren, nicht in Facebook-Kommentaren oder in der gefühlten „Stimmung im Rest der Republik“.

Es ist problematisch, wenn Experten, die mit wissenschaftlicher Methodik arbeiten, in die Nähe von politischer Linientreue gerückt werden, während abweichende Meinungen, unabhängig von ihrer fachlichen Fundierung, als mutige Gegenstimmen gefeiert werden. Wissenschaft ist kein Bauchgefühl, sondern eine strukturierte Suche nach Wahrheit. Wer Zweifel an wissenschaftlichen Erkenntnissen hat, muss sie mit Fakten widerlegen – nicht mit vagen Behauptungen oder vermeintlichen Parallelen zu früheren Zeiten.

Eine starke Demokratie braucht informierte Debatten, aber vor allem braucht sie Respekt für wissenschaftliche Expertise. Wer Wissenschaft und qualifizierte Wissenschaftler als Teil eines „Mainstreams“ abtut, öffnet Tür und Tor für Meinungsmache und Desinformation.

Mit freundlichen Grüßen

Leserbrief zur NOZ vom Montag, 24.02.2025

NOZblog
Timm Reichl <timm.reichl@gmail.com>Mo., 24. Feb., 07:25
an leserbriefe, b.ewert, Bcc: Bärbel-Mutti, Bcc: KatjaNOZblog

Hallo NOZ Team,

auf diesem Wege möchte ich Ihnen meinen Leserbrief zur NOZ vom Montag, 24.02.2025, zur Meinung von Burkhard Ewert auf Seite 1 zukommen lassen.

Burkhard Ewert sollte sich erinnern, dass auch die NSDAP auf demokratischen Wege an die Macht gekommen ist. Insofern ist seine Verharmlosung der AfD, die eine in Teilen gesichert rechtsextreme Partei ist und eindeutig Faschisten in ihren Reihen beherbergt, akzeptiert und hofiert, ein unsägliche Geschichtsvergessenheit.

Eventuell hat ihn aber auch die mit der AfD gemeinsame Nähe zum Kreml verblinden lassen. 

So zeugt auch sein Wunsch an Merz, mehr Musk und Milei wagen zu wollen, von einer gewissen Leidenschaft für autokratische Vorgänge. Was derzeit in den USA vor sich geht, kann kein Modell für ein friedliches Zusammenleben sein. Das Recht des Stärkeren führt zwangsläufig zur Unterdrückung vieler (auch unliebsamer Presse), besonders der Schwachen, die eigentlich auf Schutz angewiesen sind. Kein lebenswertes Modell für eine vielfältige Gesellschaft, die ein friedliches Zusammenleben ausmacht. 

Die größte Sorge der Deutschen sind übrigens gestiegene Lebenshaltungskosten, ob die CDU mit ihren unfinanzierbaren Plänen die Lösung sein kann, bleibt abzuwarten. Das das Thema Migration auch nicht einfach zu bearbeiten ist, hat Merz bereits bei seiner krachend gescheiterten Abstimmung im Bundestag gelernt. Am stärksten gestiegen sind Ängste vor politischem Extremismus, verständlich, sieht man die Zahlen tödlicher Angriffe mit rechtsextremen Hintergrund. 

Die neue Regierung steht also nach innen und außen vor größten Herausforderungen.

Mit freundlichen Grüßen 

NOZ vom Do., 13.02.2025

Hallo NOZ,

auf diesem Wege möchte ich Ihnen einen Leserbrief zur heutigen, unausgewogegen Ausgabe von Donnerstag, 13.02.2025, zukommen lassen

Wahlkampf in der NOZ…in dieser Ausgabe reicht bereits der Blick auf die ersten drei Seiten, um die Ausrichtung der NOZ klar zu definieren.

Im Aufmacher wird die Förderung demokratienaher Vereine kritisiert, bei Omas gegen Rechts ganze 0,60€ pro Oma scheint das stark konstruiert und klingt nach dem üblichen Mimimi derjenigen, die sich lieber beschweren, als für die Demokratie einzutreten (siehe CDU Abstimmungsverhalten im Bundestag).

Auf Seite 2 kann Herr Ewert es nicht lassen zu versuchen, nochmal die inhaltlosen Plagiatsvorwürfe des wegen übler Nachrede verurteilten Webers aufzukochen. Um dann direkt auch Hakecks Ehefrau zu attackieren, für ein Kinderbuch, im der er eine gefährliche Indoktrination entdeckt. Sein Beitrag ist ein einziges Trauerspiel auf dem Niveau von Reichelt und NIUS.

Seite 3, noch etwas gegen die Grünen…da rebelliert die Grüne Jugend ein wenig gegen Habeck, was im Titel in einen Aufstand gegen ihn umgedeutet wird. Natürlich muss hier noch ein wenig gegen das Thema Migration bei den Grünen geschossen werden, als gäbe es keine wichtigeren Themen….

Das Porträt von Middelberg auf Seite 13 möchte ich gerne durch das aktuelle Video der Heute Show von Florian Köster ergänzen, leicht zu finden bei YouTube.

Mit freundlichen Grüßen 

Timm Reichl 

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