Warum traut sich die NOZ nicht, das Wort Rechtsextremismus gegenüber der AfD zu schreiben?
Hallo NOZ, hallo Herr Koch,
in Ihren beiden Artikeln vom 19.02.2026 zur Hochstufung der AfD durch den niedersächsischen Verfassungsschutz fehlt immer noch der zentrale Begriff, nämlich „Rechtsextremismus“.
Dabei ist dieser Begriff keine Meinung, sondern eine Tatsache. Das Innenministerium Niedersachsen ordnet die AfD explizit dem „Rechtsextremismus“ zu (siehe Pressemitteilung). Die sechs vom Verfassungsschutz genannten Gründe (völkisches Volksverständnis, Queerfeindlichkeit, Rechtsstaatsdiffamierung, Vernetzung mit Rechtsextremisten etc.) erfüllen alle Merkmale von Rechtsextremismus, Ihre Berichterstattung verschweigt das.
Meine Fragen an Sie:
1. Warum vermeiden Sie den Begriff „Rechtsextremismus“, obwohl er von der primären Quelle verwendet wird?
2. Handelt es sich um eine redaktionelle Entscheidung, oder um Rücksichtnahme auf mögliche Klagen der AfD?
3. Wie vereinbaren Sie es mit dem journalistischen Auftrag, Fakten unvollständig wiederzugeben?
Ihre Artikel wirken, als wolle die NOZ die AfD nicht beim Namen nennen, obwohl der Verfassungsschutz das sehr wohl tut. Das ist kein Neutralitätsgebot, sondern Selbstzensur.
Mit freundlichen Grüßen
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