Leserbriefe, Medienkritik & politische Analysen

Schlagwort: Klimawandel (Seite 3 von 4)

Leserbrief zur NOZ vom Samstag, 15.11.2025, Subventionen Luftverkehr – Klimawandel egal?, Seite 16

Die Bundesregierung subventioniert weiterhin Billigflieger, während Bus- und Bahntickets teurer werden. Kurzstreckenflüge wie Münster/Osnabrück–München sollten auf die Schiene verlagert werden. Der Leserbrief kritisiert, dass diese Politik weder sozial gerecht noch klimaschonend ist.

Hallo NOZ, hallo Herr Fays,

hier sende ich Ihnen meinen Leserbrief zur NOZ vom Samstag, 15.11.2025, Subventionen im Luftverkehr, Seite 16.

Die Bundesregierung macht Fliegen billiger und das Deutschlandticket teurer. Das ist völlig absurd. Billigflieger und Regionalflughäfen werden entlastet, während Millionen Menschen für Bus und Bahn mehr zahlen sollen. So sieht keine soziale Politik aus. Und schon gar kein Klimawandel.

Gerade Kurzstreckenflüge wie Münster/Osnabrück–München gehören auf die Schiene. Stattdessen wird eine der klimaschädlichsten Branchen weiter gefüttert, während der öffentliche Nahverkehr kaputtgespart wird.

Wer ernsthaft die Zukunft im Blick hat, stärkt Bahn und Bus, nicht den sowieso schon stark subventionierten Luftverkehr. Diese Politik geht mal wieder am Alltag der Menschen vorbei und am Klima ebenfalls.

Mit freundlichen Grüßen 

Leserbrief zur NOZ vom Donnerstag, 13.11., Artikel Verbrennerverbot kippen: Wäre das gut?

Hallo NOZ, hallo Herr Schmidt,

Ihr Artikel „Verbrennerverbot kippen: Wäre das gut?“ vermittelt den Eindruck, dass das geplante Verbot der Zulassung neuer Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren ab 2035 vor allem eine riskante Last für Industrie und Arbeitsplätze sei, doch dieser Fokus greift zu kurz. 

Fakt ist: Chinesische Hersteller wie GAC Group bringen bereits heute ein Elektroauto für rund 5.500 Euro auf den Markt, eine strategische Kampfansage an die europäischen Hersteller. Gleichzeitig zeigen Studien, dass Elektroautos im Lebenszyklus längst nicht mehr teurer sind als Verbrenner.

Diese Fakten legen nahe, dass nicht allein das Verbot das Problem ist, sondern vielmehr das Versäumnis vieler europäischer Hersteller, den Wandel konsequent anzupacken. Ihre Darstellung verstärkt jedoch die Vorstellung vom Verbrenner „gerettet werden müssen“, statt die Mobilitätswende als Chance zu sehen.

Bitte berücksichtigen Sie in künftigen Beiträgen doch stärker, dass Technologie-, Kosten- und Wettbewerbsdaten bereits in Bewegung sind, und damit die Debatte über Verbots- oder Transformationspolitik anders geführt werden müsste.

Mit freundlichen Grüßen

Leserbrief zur NOZ vom Samstag, 27.09.2025, CCS Nordsee, Seite 5

Leserbrief kritisiert CO₂-Speicherung in der Nordsee: Risiko von Lecks, hohe Kosten und öffentliche Belastung. BUND fordert Fokus auf erneuerbare Energien.

Sehr geehrte Redaktion, sehr geehrter Herr Koch,

hier sende ich Ihnen meinen Leserbrief zur NOZ vom Samstag, 27.09.2025, CCS Nordsee, Seite 5.

Jonas Koch hebt die CO₂-Speicherung in der Nordsee als notwendige Maßnahme im Klimaschutz hervor. Der BUND hingegen warnt vor erheblichen Risiken dieser Technik. Laut dem BUND wird CO₂ mit hohem Energieaufwand aus Industrieabgasen entfernt und unter hohem Druck in Gesteinsschichten gepumpt. Dabei besteht die Gefahr, dass das CO₂ nicht dauerhaft gespeichert werden kann und in die Atmosphäre entweicht .

Zudem kritisiert der BUND die hohen Kosten und die Belastung der öffentlichen Hand durch die notwendigen Infrastrukturen wie Pipelines und CO₂-Endlager. Anstatt in diese Technik zu investieren, fordert der BUND einen konsequenten Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und den Ausbau erneuerbarer Energien .

In Anbetracht dieser Bedenken erscheint die CO₂-Speicherung in der Nordsee als ein riskanter und teurer Weg im Klimaschutz. Es ist daher wichtig, alternative und nachhaltigere Lösungen zu verfolgen.

Mit freundlichen Grüßen

Leserbrief zur NOZ vom Dienstag, 09.09.2025, Meinung Seite 7, Wo bleibt die Hilfe der Politik? – Verkehrswende

Die Diskussion um die „erzwungene Verkehrswende“ ignoriert die realen Fakten: Ab 2035 sind nur noch neue Pkw ohne fossile Emissionen erlaubt. Die Autoindustrie braucht keine weiteren Subventionen, sondern verlässliche Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Zukunft

Sehr geehrte Redaktion, sehr geehrter Herr Schmidt,

hier mein Leserbrief zur NOZ vom Dienstag, 09.09.2025, Meinung auf Seite 7, Wo bleibt die Hilfe der Politik?.

Im Kommentar Wo bleibt die Hilfe der Politik? wird von einer „erzwungenen Verkehrswende“ gesprochen. Das ist irreführend. Ab 2035 dürfen lediglich keine neuen Pkw mit fossilen Emissionen mehr zugelassen werden, bestehende Fahrzeuge bleiben unbegrenzt nutzbar. Die Hersteller selbst haben längst Milliarden in Elektromobilität investiert, weil Märkte und Klimaziele dies verlangen, nicht weil Politik sie zwingt.

Auch Teslas Probleme taugen nicht als Argument gegen die E-Mobilität. Sie sind vor allem Folge von Managementfehlern und dem erratischen Auftreten Elon Musks, während Konkurrenz inzwischen attraktivere Modelle bietet.

Die deutsche Autoindustrie erzielt weiterhin Milliardengewinne. Ja, sie braucht verlässliche Rahmenbedingungen, etwa bei Strompreisen und Ladeinfrastruktur. Aber immer neue Subventionen wären falsch: Die Branche wurde über Jahrzehnte bereits stark gefördert.

Eine Rückkehr zum Verbrenner wäre kein Zukunftsmodell, sondern ein Bärendienst für Industrie, Klima und Verbraucher.

Mit freundlichen Grüßen 

Leserbrief zur Meinung zur Energiewende von Thomas Ludwig in der NOZ vom 04.09.2025, Seite 1

Verzögerungen bei der Energiewende kosten mehr als die Umstellung selbst. Langfristig spart Deutschland durch den Umbau Energie, reduziert Importe und schafft neue Jobs – „Tempo rausnehmen“ ist der falsche Ansatz

Sehr geehrte Redaktion, sehr geehrter Herr Ludwig,

hier mein Leserbrief zur Meinung zur Energiewende von Thomas Ludwig in der NOZ vom 04.09.2025, Seite 1.Thomas Ludwig zeichnet die Energiewende als teure Belastungsprobe und fordert ein „Tempo rausnehmen“. Doch das greift zu kurz.

Ja, die Energiewende kostet Milliarden, aber Verzögerungen kosten noch mehr. Schon heute importiert Deutschland fossile Brennstoffe für rund 130 Milliarden Euro jährlich. Auf 25 Jahre gerechnet summiert sich das auf über drei Billionen Euro, Geld, das ins Ausland fließt. Hinzu kommen die massiven Folgekosten der Klimakrise.

Die oft zitierte Zahl von 5,4 Billionen Euro (DIHK-Studie) ist ein industrienahes Schreckensszenario: Sie rechnet Kosten hoch, verschweigt aber Einsparungen durch sinkende Energiekosten, vermiedene Importe und neue Jobs. Studien von Fraunhofer und DIW zeigen: Der Umbau rechnet sich langfristig.

„Tempo rausnehmen“ klingt moderat, heißt aber: mehr Abhängigkeit, höhere Kosten und verfehlte Klimaziele. Die eigentliche Illusion ist zu glauben, dass langsameres Handeln billiger wäre.

Mit freundlichen Grüßen 

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