Lucas Wiegelmanns Tempolimit-Ablehnung ignoriert Fakten: 63% der Deutschen sind dafür, 3.000 Tote jährlich belegen die Notwendigkeit, doch er feiert „Freiheit“ statt Verantwortung.
Hallo NOZ, hallo Herr Wiegelmann,
Lucas Wiegelmanns Plädoyer gegen das Tempolimit auf deutschen Autobahnen ist eine emotionale Verklärung, doch es hält keiner sachlichen Prüfung stand. Zentrale Punkte entlarven seine Argumente als Mythos statt Fakten.
Unfalltote? Für Wiegelmann ein Randthema, er verschweigt, dass Geschwindigkeit tödlich ist. Die Daten sind eindeutig:
- Nahezu 3.000 Menschen starben 2023 im deutschen Straßenverkehr.
- Jedes km/h mehr erhöht das Risiko eines tödlichen Unfalls um 3–5%.
- Länder mit Tempolimit (z. B. Österreich oder Schweiz) haben klar weniger Autobahn-Tote.
Seine Reaktion? Schweigen. Stattdessen romantisiert er die Autobahn als „Nationalmythos“, während andere für seine „Freiheit“ mit dem Leben und familiären Schicksalsschlägen zahlen.
Die Mehrheit will das Tempolimit.Wiegelmanns Beharren auf einer „deutschen Identität ohne Limit“ ist realitätsfremd:
- Deutlich mehr als die Hälfte der Deutschen befürworten ein Tempolimit.
- Selbst 52% der Autofahrer:innen sind dafür (ADAC-Mitgliederumfrage, 2024).
- Elektroautos (die er als Argument nutzt) profitieren ebenfalls. Bei 130 km/h sinkt die Reichweite um bis zu 30%, ein Limit würde also sogar seine Mobilität verbessern und allgemein Strom sparen.
Wiegelmanns Argumentation ist keine Verkehrspolitik, sondern Nostalgie. Während er sich an ADAC-Sprüchen aus den 1970ern berauscht, sterben Menschen, und die Mehrheit wünscht sich endlich eine moderne Lösung.
Ein Tempolimit wäre kein Freiheitsentzug, sondern eine Gemeinwohlentscheidung, wie Gurtpflicht oder Alkoholgrenzen. Dass Wiegelmann das ignoriert, zeigt, ihm geht es nicht um Fakten, sondern um ein Privileg, das andere teuer bezahlen.
Mit freundlichen Grüßen