Leserbriefe, Medienkritik & politische Analysen seit 2025

Schlagwort: Trump (Seite 4 von 4)

Leserbrief zum Kommentar von Michael Clasen (Trumps Friedensplan für Israel und Hamas, NOZ vom 01.10.2025)

Kritik an Michael Clasens Kommentar: Trumps angeblicher Friedensplan ist populistische Illusion, die zentrale Ursachen des Gaza-Konflikts ausblendet.

Sehr geehrte Redaktion, sehr geehrter Herr Clasen,

hier mein Leserbrief zum Kommentar von Michael Clasen (Trumps Friedensplan für Israel und Hamas, NOZ vom 01.10.2025).

Herr Clasen verklärt Donald Trump zum Friedensstifter, das ist Illusion. Trump hat in seiner Amtszeit Konflikte verschärft und internationale Abkommen zerstört. Wer nun glaubt, er könne Gaza in ein „neues Singapur“ verwandeln, unterschätzt seine populistische Showpolitik.

Hamas trägt Verantwortung für Terror und Leid, ja, doch Besatzung, Blockade und Siedlungspolitik Israels gehören ebenso zur Wahrheit. Kritik daran als „Täter-Opfer-Umkehr“ abzutun, ist gefährlich. Solidarität mit Israel und klare Kritik an der humanitären Katastrophe im Gazastreifen schließen sich nicht aus.

Trumps Plan taugt nicht als Friedenslösung, sondern höchstens als Schlagzeile.

Mit freundlichen Grüßen

NOZ vom Samstag, 12.09.2025, Seite 2, Charlie Kirk

Leserbrief zur NOZ: Der Tod von Charlie Kirk wird emotionalisiert, während rechte Gewalt in Deutschland oft kaum Beachtung findet. Warum wird ein US-Propagandist als Märtyrer inszeniert, während rechte Gewalt vor der eigenen Haustür ignoriert wird?

Sehr geehrte Redaktion,

Ihre ausführliche Berichterstattung über den Tod von Charlie Kirk und die Festnahme des Tatverdächtigen liest sich wie ein Heldenepos: Rosen, Kerzen, Trauerbilder, Zitate von Trump, Forderungen nach der Todesstrafe. Fast geht dabei unter, dass Kirk kein „unabhängiger Demokratiedebatten-Verfechter“ war, sondern ein zentraler Propagandist rechter Desinformation und Hetze (Turning Point USA).

Natürlich ist ein Anschlag zu verurteilen, aber warum diese Märtyrer-Inszenierung, während rechte Gewalt in Deutschland, die zahlenmäßig das weit größere Problem darstellt, oft kaum Schlagzeilen wert ist? Wer Trump ungefiltert zitieren darf, wenn er pauschal „die radikale Linke“ verantwortlich macht, wird unweigerlich Teil seiner Propaganda.

Meine Frage an die NOZ: Warum wird ein rechter Agitator in den USA seitenfüllend emotionalisiert, während rechtsextreme Netzwerke und Gewalt vor unserer eigenen Haustür oft nur Randnotizen bleiben?

Mit freundlichen Grüßen

Leserbrief zu Michael Clasens Kommentar „Attentat auf Charlie Kirk: Gefahr für Demokratie und Freiheit“ (NOZ, 11.09.2025)

Trump und Kirk sind keine „ultra-konservativen Aktivisten“, sondern zentrale Figuren der radikalen Rechten. Ihre Hetze und antidemokratischen Narrative gefährden die Demokratie – die wahre Bedrohung wird durch das Verschweigen verharmlost.

Sehr geehrte Redaktion, sehr geehrter Herr Clasen,

Ihr Kommentar verkennt die politische Realität. Donald Trump und Charlie Kirk sind keine „ultra-konservativen Aktivisten“, sondern zentrale Figuren der radikalen Rechten. Trump hat mit Lügen über die Wahl, systematischer Diffamierung der Presse und autoritären Drohungen die Grundlagen der Demokratie angegriffen. Kirk wiederum hat als Gründer von Turning Point USA gezielt Desinformation, Hetze gegen Minderheiten und antidemokratische Narrative verbreitet.

Wer beide vor allem als Opfer darstellt und „Cancel Culture“ von links zum Kernproblem erklärt, verharmlost die eigentliche Bedrohung: den Rechtsextremismus, der weltweit Demokratien untergräbt. Gewalt ist niemals zu rechtfertigen, aber ebenso wenig das Verschweigen der Rolle jener, die das Klima der Spaltung selbst massiv befeuert haben.

Mit freundlichen Grüßen

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