Gewalt bleibt ein Tabu. Doch wer eine private Abgrenzung mit Gewaltfantasien in einen Topf wirft, verschiebt die Maßstäbe.
Hallo NOZ, hallo Herr Clasen,
Gewalt muss ein Tabu bleiben, egal von wem. Da stimme ich Ihnen zu, und der Böhmermann-Clip ist auch nach meinem Eindruck keine gelungene Satire.
Schwierig wird es bei der Apothekerin. Nach Ihrer Darstellung hat sie sich mit „Meidet mein Umfeld“ gegen die AfD positioniert. Von einer verweigerten Behandlung steht im Text nichts. Die ärztliche Pflicht, jeden Menschen zu versorgen, greift aber erst, wenn jemand vor dem Tresen steht und nicht bedient wird. Eine private Abgrenzung mit Gewaltfantasien in einem Satz als „überziehen“ zusammenzufassen, verwischt diesen Unterschied.
Auffällig ist auch der Schluss. Sie fragen, warum die AfD nicht verboten wird, obwohl Sie zuvor Menschen rügen, die sich ihr deutlich entgegenstellen. Wer eine Partei für so gefährlich hält, dass ein Verbot im Raum steht, sollte Bürgern ihre Distanz nicht als Übertreibung auslegen.
Die Überschrift verspricht Tipps zum Umgang mit der AfD. Geliefert werden zwei Beispiele von Gegnern, die zu weit gehen, und keines von der AfD selbst.
Mit freundlichen Grüßen
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