Leserbriefe, Medienkritik & politische Analysen

Brandmauer – Wenn „Einzelfälle“ zur Ausrede werden

Warum die NOZ Rupert Scholz‘ Verharmlosung der AfD im Clasen Talk ohne Einordnung durchgehen lässt, während im selben Blatt ein Wagenknecht-Interview zeigt, wie kritisches Nachfragen aussehen kann.

Hallo NOZ, hallo Frau Kanke, hallo Herr Clasen,

der Bericht über den Auftritt von Rupert Scholz im Clasen Talk gibt dessen steile Thesen wieder, ohne sie an einer einzigen Stelle mit Fakten zu konfrontieren. Das ist journalistisch zu wenig.

Wenn Scholz rechtsextreme Netzwerke in der AfD als „Einzelfälle“ abtut, hätte der Text darauf hinweisen müssen, dass genau diese Netzwerke, die völkische Ideologie führender Landesverbände und die dokumentierten Verbindungen zu gesichert rechtsextremen Gruppierungen der tragende Grund für die Einstufungen durch mehrere Landesämter für Verfassungsschutz sind. Stattdessen bleibt Scholz‘ Zweifel an dieser Einstufung („Da setze ich ein großes Fragezeichen“) unkommentiert stehen, obwohl er sich damit über eine fundierte behördliche Analyse hinwegsetzt.

Auch die Erzählung vom „entscheidenden Fehler“ der Kanzlerin Merkel 2015 als Ursprung des AfD-Erfolgs wird unwidersprochen übernommen. Das ist eine seit Jahren gängige, aber unvollständige Erklärung. Sie blendet aus, dass rechte Radikalisierung ein europaweites Phänomen ist und die AfD lange vor 2015 gegründet wurde, mit einer klaren wirtschaftsliberalen und nationalkonservativen Programmatik.

Besonders bemerkenswert ist Scholz‘ Vorschlag einer Minderheitsregierung mit fallweiser Zusammenarbeit mit der AfD. Wer als CDU-Urgestein eine kontrollierte Öffnung nach rechts fordert, verschiebt genau jene Grenze, die Parteien wie die AfD seit Jahren gezielt zu verschieben versuchen. Ein Interview-Format wie der Clasen Talk mag solche Positionen zurecht einladen, in der schriftlichen Aufbereitung braucht es dann aber Einordnung, keine bloße Wiedergabe.

Zum Vergleich, im Interview mit Sahra Wagenknecht auf Seite 4 derselben Ausgabe fragt Matti Gerstenlauer sehr direkt nach der AfD-Nähe ihrer Blockadepolitik. Genau diese Hartnäckigkeit hätte auch dem Scholz-Beitrag gutgetan.

Mit freundlichen Grüßen

NOZblog

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11 Kommentare

  1. Sabine Driehaus

    Dieser Talk reiht sich in eine ganze Serie von Kommentaren, Interviews und Artikeln ein, die in Dauerschleife „Rechts“ lobhudeln, „Rechtsextremismus“ verharmlosen und gegen „Links-Grün“ schießen.
    Gerade vor den Landtags- und Kommunalwahlen ist das sehr kritisch zu sehen – zumindest für eine Zeitung, die in der Region konkurrenzlos ist und sich selbst als seriös und „neutral“ darstellt, in dem Sinne, dass man alle Seiten zu Wort kommen lasse.
    Das übertrifft auch noch die „Sommerinterviews“ vom ZDF, in denen vom jeweils selben Moderator Felix Banaszak ständig ins Wort gefallen wurde, so dass er kaum mal etwas zusammenhängend erklären konnte, die Pöbeleien von Alice Weidel aber eher hilflos durchgelassen wurden.
    Anständigkeit findet offensichtlich keinen Platz mehr im Sensationsjournalismus.
    Beispiele dafür sind nicht nur der schon oben von Timm kritisierte Kommentar zu Bärbel Bas berechtigter Forderung, die Krankschreibung ab dem ersten Tag noch einmal zu überdenken, sondern auch das Dauerfeuer gegen die grüne Landrätin Anna Kebschull – erst die Musikschul“affaire“, die künstlich zu einer solchen gemacht wurde und ausschließlich Frau Kebschull belastete, obwohl die kritisierte Praxis schon bei ihren Unions(!)-Vorgängern Usus war, dann wird in einer Schulnoten-„bewertung“ ihre erreichte Verkehrspolitik schlecht geschrieben, indem man ihr Programm als „Versprechen“ darstellt, das „gebrochen“ sei, weil die Ziele nicht zu 100% erreicht worden wären. (Zum Vergleich: Friedrich Merzens zahlreiche „failures“ werden noch gegen Kritik verteidigt).
    Derselbe Journalist hatte in Zeiten Michael Lübbersmanns (CDU) versucht, einen meiner Ansicht nach echten Skandal – nämlich die Gründung einer Landkreis-Netzgesellschaft mit der RWE quasi in einer Nacht- und Nebelaktion – zu unterdrücken, ebenso wie den Status von Lübbersmann als bezahlter „externer Berater“ der RWE in dieser Sache. Hier fühlten sich sämtliche regionale Netzbetreiber, die gerne einbezogen worden wären, ausgebootet.
    Wenn man immer nur das Programm der eher links-grün ausgerichteten, demokratischen Parteien kritisiert, das der verfassungsfeindlichen aber nicht, unterstützt man die Abschaffung der Demokratie.
    Die Auswahl und Gewichtung der Beiträge insbesondere von den höher gestellten Redakteuren über einen langen Zeitraum betrachtend, bekomme ich so langsam den Eindruck, dass genau das bei der NOZ gewollt wird, und man die Ausrichtung der Zeitung auf eine Zeit nach der Demokratie einstellt.

  2. Norbert D.

    Hallo Frau Driehaus,

    An ihrem Beitrag finde ich interessant, dass sie den Dauerbeschuss der NOZ gegen Frau Kebschull ansprechen. Sie wird es sehr schwer haben, das Amt zu verteidigen. Das wurde mir auch shon in der Taz Reportage über den Wahlkampf deutlich. Den Konservativen gilt der Wahlsieg 2019 als GAU schlechthin.Stark beeinflusst durch die bundesweiten Klimadiskusionen . Die aktuelle Diskussion stärkt zwar die Grünen etwas , erreicht aber nicht die Wirkung wie damals.
    Es zeigt aber ,dass die NOZ auch im lokalen Bereich „Schlagseiten“ hat.:Die Debatte um den „Mantel der NOZ ist m.E zu eng. Zumal ich Aktionen wie den Mantelteil der NOZ als Altpapier zurückzugeben für ziemlich albern halte im Zeitalter von E-Paper und Online-Abos.
    Ich habe am Wochenende viele interessante Beiträge auf Podien und in der Stadt Münster
    mitbekommen. Nebenbei den WDR Ticker verfolgt und heute am Bahnhof die WN erworben. Quintessenz : Münster tickt doch shon etwas anders als Osnabrück und das zeigt sich auch an den heutigen Schlagzeilen. auf der Titelseite der WN.
    „Hunderttausende feiern Vielfalt und Demokratie in Münster““Poltischer NRW Tag lässt Wüst Zuversicht spüren- Bischof warnt davor, ins Blaue zu wählen“.

    Auf der Wissenschaftsbühne am Freitag wurden auch Zahlen vorgestellt, wie es um die Demokratie in NRW bestellt ist. Das waren ähnlich bedenkliche Zahlen wie in NDS, Die von den Studies vorgestellte Zahlen für NRW sind, was die AFD bei Bundestagswahlen angeht auch viel zu hoch mit 22,5%. Eine parallele Münster Umfrage zeigt eine komplett andere Welt . Grüne mit 35% vorn. Dahinter die Linken und dann schon die AFD.
    Bei der Eröffnung „Mona. Mona “ Rufe.
    Im Vergleich zu Osnabrück am NDS Tag letztes Jahr sehr viel politischer ausgerichtet Irgendwie schon der Charakter eines Kirchentages. Und der potentielle Nachfolger für Merz, Hendrik Wüst, läuft sich warm und ebenso die Bildungsministerin aus Münster als Nachfolgerin von Wüst.
    Abseits davon am Freitag viel Polizei wegen einer Protestaktion von Psyhothereuten am Bahnhof. Die Fraktionsspitzen hatten ja am Aasee getagt und sprechen vom „Mut von Münster“.

    Der WDR hat das Geschehen umfassender abgebildet als die WN heute. Viele Bilderreportagen und Erlebisberichte. Aber kaum etwas über die Inhalte der Podien.

    Den Vergleich NDS zu NRW kann man auch beim Rundfunk ziehen. Und da schneidet der WDR bei der regionalen und lokalen Berichterstattung deutlich besser ab als der NDR :
    Dem WDR stehen deutlich mehr Finanzmittel zur Verfügung.Eine Tatsache, die in NDS ausgerechnet von der CDU angesprochen wurde und zur Ablehnung des Mediennovelle im Landtag führte.
    Die klassische Medienlandschaft in Osnabrück ist im Vergleich zu anderen Städten schon recht dünn.

  3. Christoph Schnare

    Hallo Norbert D.,
    sie gebärden sich hier als NOZ-Kritiker und machen sich gleichzeitig über die niederschwellige und symbolische Aktion „Mantelrückgabe“, initiiert von der Aktion-NOZ-kritisch, lustig. Gesellschaftliches Bewusstsein kann man ja auf unterschiedliche Art und Weise erzeugen und wenn sie eine bessere Idee haben, bitteschön. Nur: digitale Zeitungsartikel kann man nun einmal nicht öffentlichkeitswirksam zurücksenden! Ich frage mich, was ihre Zurücksetzung der für den 16.9. um 17 Uhr geplanten „Aktion Mantelrückgabe“ vor dem Redaktionsgebäude der NOZ eigentlich bezwecken soll und finde: Besserwisserei aus NRW bringt uns in dieser Sache nicht wirklich weiter!

  4. Norbert D.

    Hallo Herr Schnare,

    Oh , da bin ich wohl in ein Osnabrücker Fettnäpfchen getreten. Meine Grundhaltung für Medienkritik ist der Vergleich. Und als Halb-Westfale bin ich eben auch viel nebenan unterwegs und ziehe vor-Ort Vergleiche , Als Bahnfahrer weiß ich, dass man aus Osnabrück in alle Richtungen irgendwie durch NRW muss.-:)
    (Ich vergleiche Vor Ort Osnabrück und Bielefeld z.B. Viele Debatten sind ähnlich.
    Die Osnabrücker bekommen es aber irgendwie nicht hin, traditionelle Alternativen zur NOZ anzubieten. Das sieht ja sogar in Lingen besser aus.
    Natürlich können sich Osnabrücker auch anders informieren. Durch Social Media . Dadurch wird auch die NOZ-Macht begrenzt.
    Aber ich sehe es noch mal ganz deutlich: Mit meiner Meinung hänge ich in Osnabrück zwischen allen Stühlen. Da dies auf Dauer unbequem ist,werde ich mich nicht mehr öffentlich mit dem Thema Osnabürlcer Medien beschäftigen. Mir fehlen konstruktive Lösungen und Alternativen.

  5. Sabine Driehaus

    Jede Aktion, die auf die journalistische Schieflage der NOZ hinweist, ist wichtig! Ich gebe aber Norbert D. insofern recht, dass diese Schieflage nicht nur beim „Mantel“ besteht, sondern auch im lokalen / regionalen Bereich – und zwar schon sehr lange. Nicht nur bezüglich der Bevorzugung / Benachteiligung von Personen des politischen Lebens, sondern auch der Themenauswahl. Zumindest in meiner Heimatgemeinde ist das so. Die Bürgerenergiegenossenschaft und ihre Projekte beispielsweise „existieren“ medial de facto nicht, und wenn aus Ratssitzungen berichtet wird, fragt man sich oft, ob der / die berichterstattende Journalist:in dieselbe Veranstaltung besucht hat. Für „sein“ lokales Thema eine Öffentlichkeit zu schaffen ist fast unmöglich, wenn die einzige Lokalzeitung einseitig filtert.
    Meiner Erfahrung nach abonnieren viele Menschen die NOZ überhaupt nur wegen des Lokalteils, zu dem es leider im Landkreis keine Alternative gibt – die Osnabrücker haben immerhin noch Formate wie die Osnabrücker Rundschau.
    Und deshalb halte ich es für besonders wichtig, auch d a r a u f hinzuweisen und den Fokus nicht nur auf den „Mantel“ zu legen – denn auch lokal wird manipuliert, und das hat wegen der Alleinstellungsposition der NOZ einen mindestens genauso großen Impact wie der Mantel.
    Den Vergleich mit NRW kann ich nicht beurteilen, da fehlen mir schlicht die Detailkenntnisse.
    Aber natürlich haben die Grünen in Universitäts- und Großstädten traditionell sehr gute Karten – das ist in Osnabrück meines Wissens nicht anders.

  6. Christoph Schnare

    Die Kritik am zunehmend rechtslastigen politischen Mantelteil der NOZ war der Ausgangspunkt für die Gründung der Initiative Aktion-NOZ-kritisch vor einem Jahr. Bei den inzwischen vier öffentlichen Treffen der Aktion in der Lagerhalle sind von den Teilnehmer*innen weitere Kritikpunkte genannt worden, auch die Unzufriedenheit mit einer einseitigen oder lückenhaften Berichterstattung in den verschiedenen Lokalteilen der Zeitung. Für die geplante Aktion am 16.9. wurde noch einmal der politische Mantelteil als Hauptthema ausgewählt. Weitere Aktionen befinden sich in Vorbereitung und es gibt ganz viele Möglichkeiten, sich hier mit seinem persönlichen Schwerpunkt oder Anliegen mit einzubringen. Die Aktion-NOZ-kritisch weiss sehr gut um die Grenzen ihrer Möglichkeiten, zumal die Arbeit rein ehrenamtlich organisiert ist. Ein publizistische Alternative zur NOZ aufzubauen sprengt die vorhandenen Möglichkeiten. Aber ist es nicht besser, sich dem unübersehbaren Rechtstrend im Osnabrücker Leitmedium NOZ sichtbar und beharrlich entgegenzustellen, als darüber nur am Frühstückstisch den Kopf zu schütteln oder das eigene Abo zu kündigen, so wie viele es tun?

    • Sabine Driehaus

      Mein Kommentar ist k e i n e Kritik an eurer Arbeit! Ich frage mich lediglich, warum ihr den „Mantel“ so entschieden vom Rest trennt. Meiner Ansicht nach ist die NOZ in ihrer Gesamtheit(!) rechtslastig und kritikwürdig, und ich verstehe nicht, dass bisher alle Aktionen sich auf den „Mantel“ beschränken.
      Ich denke, der alternativlose „lückenhafte“ Lokalteil betrifft vor allem die Region außerhalb Osnabrücks.
      N.b.: Ich war früher in diversen Klimaschutzorganisationen aktiv, ansässig in Os-Stadt, sich aber eigentlich über die Stadtgrenzen hinausgehend verstehend, habe mich allerdings schließlich frustriert zurückgezogen, weil sich die Diskussionen nur auf Schwerpunkte innerhalb der Stadt beschränkten und Landkreis-Themen als unwichtig abgetan wurden – obwohl meiner Meinung nach auch der städtische Klimaschutz ohne den Landkreis nicht funktioniert. Aber offensichtlich sind viele Osnabrücker:innen unwillig, über die Stadtgrenzen hinaus zu denken. Sorry, aber das ist nun mal meine Erfahrung.
      Im Landkreis ist es aufgrund seiner Größe, der weiten Wege und des miesen „Quer-ÖPNV“ sehr schwierig, kommunenübergreifend Strukturen aufzubauen und zu erhalten.
      Niemand verlangt von euch, eine Konkurrenzzeitung zur NOZ aufzubauen – das ist enorm schwierig. Ich hatte das für meine Gemeinde lokale Themen betreffend durchaus schon mal angedacht und auch in Kreisen, die von der NOZ-Berichterstattung vernachlässigt werden, angesprochen, allerdings erfolglos.

  7. Christoph Schnare

    Liebe Sabine (wenn ich das so schreiben darf), ich habe deinen Kommentar auch nicht als Kritik an unserer Arbeit aufgefasst. Ich wollte lediglich die Entwicklung beschreiben, die die ANK bisher genommen hat und zeigen wie wichtig es ist, dass sich der Kreis der ANK mit Menschen eweitert, die ihre persönliche Perspektive auf die NOZ mit einbringen. Demokratiefreundliche Basisarbeit im Medienbereich ist anstrengend, diese Erfahrung haben wir auch schon gemacht. Bitte erweitere doch gerne unseren Horizont mit den Erfahrungen aus dem Landkreis! Und danke für deine immer lesenswerten Kommentare im Nozblog und die vielen wertvollen Informationen darin!

    • Sabine Driehaus

      Lieber Christoph, entschuldige, dass ich noch einmal nachhake, aber ich verstehe deine Argumentation nicht so ganz. In einem deiner Kommentare schreibst du:
      „Bei den inzwischen vier öffentlichen Treffen der Aktion in der Lagerhalle sind von den Teilnehmer*innen weitere Kritikpunkte genannt worden, auch die Unzufriedenheit mit einer einseitigen oder lückenhaften Berichterstattung in den verschiedenen Lokalteilen der Zeitung. “
      Als Konsequenz daraus aber: „Für die geplante Aktion am 16.9. wurde noch einmal (!) der politische Mantelteil als Hauptthema ausgewählt.“
      Das heißt, das Problem / die Kritik am Lokalteil wird seit langem geäußert, ist also bekannt, wird aber nicht aufgegriffen (deshalb habe ich das Beispiel mit den Klimagruppen angeführt, wo ich mir erfolglos den Mund fusselig geredet und bei Aktionen noch Extraplakate gemalt habe).
      Warum nicht? Es ist kein Mehraufwand, der NOZ-Redaktion die gesamte NOZ vor die Füße zu werfen, statt nur den „Mantelteil“ – wer den hat, hat in der Regel auch den Rest.
      Als es noch möglich war, habe ich – wie nicht wenige andere übrigens auch – über Jahre hinweg Beiträge in der NOZ regelmäßig kommentiert und damit zum Ausdruck gebracht, dass ich die NOZ für ein „Käseblatt“ halte, das tendenziös und unvollständig berichtet und oft genug journalistische Standards in den Wind schießt.
      Ich habe also auch nicht „kopfschüttelnd am Frühstückstisch gesessen“, sondern mir die Finger wund getippt und die anschließende Diskussion verfolgt.
      Auch das geht nur, wenn man – wie Norbert D. schreibt – vergleicht, wie verschiedene Quellen einen Sachverhalt darstellen und entsprechend Zeit in die Recherche steckt..
      Mit Verlaub, aber euer (technisches) Vorgehen erinnert mich ein bisschen an den Vorstoß Cem Özdemirs und Boris Bistorius‘, nur „bestimmte Strömungen“ der AfD zu verbieten.
      Aber nichts für ungut, j e d e geäußerte Kritik und j e d e Aktion gegen rechtsextreme Tendenzen ist wichtig!
      Liebe Grüße aus dem LK!

  8. Christoph Schnare

    Liebe Sabine, natürlich bist du niemand, der am Frühstückstisch den Kopf über die NOZ schüttelt und es dann damit bewenden lässt! Aber ich glaube, wir beide kennen genug Menschen, die sich genauso verhalten. Man ärgert sich über die rechtspopulistische Meinungsmache in der NOZ, wird selbst aber nicht aktiv. Um das zu ändern und Menschen zu mobilisieren, haben wir mit der ANK angefangen. Die Rechtslastigkeit des politischen Mantelteils beschäftigt uns schon lange. Wir haben dazu einen Aufkleber produziert und fleissig Mantelseiten gesammelt, die wir der NOZ nun als Ausdruck unseres Protestes zurückgeben wollen. In unserem Aktionsaufruf thematisieren wir dabei auch die einseitige Berichterstattung der NOZ zur Kommunalwahl, die sich ja vor allem auf den Lokal- und Regionalseiten finden lässt. Es spricht also überhaupt nichts dagegen, auch diese Seiten am 16.9. mitzubringen und der NOZ vor die Füsse zu werfen! Alles weitere ergibt sich im laufenden Prozess, in dem wir uns bei der ANK befinden. Wir sind weder Medien- noch Politikprofis, wohl aber sind wir Bürger und Bürgerinnen, denen der Fortbestand unserer freiheitlichen Demokratie am Herzen liegt und die nicht tatenlos zusehen wollen, wie die NOZ dem libertären Autoritarismus in Deutschland den Weg bereitet!

  9. Sabine Driehaus

    „Als Aktion wird unter anderem gedacht an eine Rückgabe von Mantelbögen an die NOZ, zumal ausdrücklich nicht Lokalredaktionen, sondern die oberste Redaktionsebene im Zentrum der Kritik bleibt.“

    Osnabrücker Rundschau vom 23. August 2026 zum letzten Treffen der ANK

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